Politischer Club
Seit seinen Anfängen in 1954 ist der Politische Club ein Seismograph für die politische Debatte und eine Geburtsstätte reformerischer Impulse.
Heimat, Nation, Identität – warum reden und streiten gegenwärtig so viele Menschen, darunter auch viele Politiker, über Begriffe (und Realitäten), die bis gestern ebenso vielen als kontaminiert erschienen, ja beinahe mit einem Tabu belegt waren? „Heimat" ist zum Gegenstand heftiger politischer Auseinandersetzungen und neuer intellektueller Aufmerksamkeit geworden. Zu erneuten Großen Koalition gehört auf Bundesebene – man staunt – gar ein Heimatminister. Was ist passiert?
Grundsätzlich: Etwas wird wichtig, wenn es nicht mehr selbstverständlich, wenn es vermeintlich bedroht ist. Die Bewältigung dieser Umbrüche ist – individuell wie kollektiv – vor allem auch eine kulturelle Herausforderung. Die radikalen Veränderungsprozesse, die von vielen Menschen als bedrohlich empfundenen Beschleunigungen und Entgrenzungen, die der Begriff Globalisierung zusammenfasst, die Migrationsschübe, die Veränderungen der Arbeitswelt durch die digitale Transformation, die Ängstigungen durch Terrorismus, Gewalt, kriegerische Konflikte, insgesamt das Erleben einer „Welt in Unordnung" – das alles verstärkt auf offensichtlich dramatische Weise das individuelle und kollektive Bedürfnis nach neuen (und alten) Vergewisserungen und Verankerungen, nach Identität, nach Sicherheit, eben nach Beheimatung. Aber, was ist Heimat? Kann und muss der Heimatbegriff denn überhaupt Gegenstand von Politik sein?
Anreise ab 15.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
und
anschließend Diskussion
Abendessen
anschließend Diskussion
Begegnungen und Gespräche in den Salons
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Isabelle Holzmann
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