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Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

02. – 04. Oktober 2020

Tagung reise info Tutzing reise info Gesellschaft & Soziales, Wirtschaft
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Inhalt

WACHSTUMSABHÄNGIGKEIT ÜBERWINDEN – VIELFALT DER ARBEITSFORMEN FÖRDERN

Tätigsein – darunter verstehen wir unterschiedlichste Formen von Arbeit einschließlich der Erwerbsarbeit: Tätigsein für sich, für andere und für die Gemeinschaft, bezahlt und unbezahlt, mit und ohne Gegenleistung. Tätigsein ist Mischarbeit, die Formen wie Erwerbs-, Versorgungs-, Gemeinschafts- und Eigenarbeit integriert und für ihr Neben- und Nach-einander sowie die dazu nötigen Qualifikationen steht. Tätigsein ist damit nicht nur ein anderer Begriff von Arbeit. Es ist vielmehr Ausgangspunkt, um sich von der Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu befreien und innerhalb der planetaren Grenzen zu wirtschaften.

Voraussetzung dafür ist eine neue Gewichtung von Erwerbsarbeit und unbezahlter  Arbeit sowie ein Umbau der Systeme der sozialen Sicherung und der Besteuerung. Daneben brauchen wir auch mehr Zeit, Infrastrukturen und Anerkennung für andere Tätigkeiten als Erwerbsarbeit.

Die aktuelle Organisation der Arbeit, das große Gewicht der Erwerbsarbeit und die Systeme der  Sozialsicherung haben sich über  Jahrzehnte entwickelt und verfestigt. Dies hat ausreichend Erwerbsarbeit zu einem zentralen gesellschaftspolitischen Anliegen werden lassen. Um Veränderungen anzustoßen und zu realisieren, müssen wir verstehen, wie es dazu kam und was Arbeit und Tätigsein auch sein kann. Es geht um folgende Fragen: Wie kann sich Arbeit in verschiedenen Bereichen ändern, in Unternehmen, in der Landwirtschaft, im Sozialbereich oder im Freiwilligenbereich? Welche Bedingungen sind dafür nötig? Wie sieht vor dem Hintergrund der globalen Verantwortung die Entwicklung der Arbeitsformen aus, die sich weiter vermischen? Welche Erfahrungen aus den letzten Monaten könnten Tätigsein künftig beeinflussen?

Alle, die an einer Erweiterung des Arbeitsverständnisses und der Entwicklung von Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft interessiert sind, und alle, die eine andere Mischung von Tätigsein erproben (wollen), sind herzlich zur Information und zum Austausch nach Tutzing eingeladen.

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Schweisfurth-Stiftung, München
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Irmi Seidl, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, Zürich
Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende BUND, Neckargemünd

Programm

Fr, 02.10.2020 Sa, 03.10.2020 So, 04.10.2020
icon button icon button Programm
Dr. Martin Held
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald

Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald
19.15 Uhr
Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

im Gespräch mit

Dr. Martin Held
Prof. Dr. Irmi Seidl

und

Prof. Dr. Angelika Zahrnt
20.45 Uhr
Tätigsein – anders arbeiten: konkrete Beispiele

Vorstellung der parallelen Arbeitsgruppen

21.00 Uhr

Begegnungen in den Salons

Veranstaltungsleitung

Dr. Martin Held
Freier Mitarbeiter
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald

Referierende

Dr. Corinna Fischer, Politologin, Forschungsgruppe Nachhaltige Produkte und Konsum am Öko-Institut, Darmstadt

Dr. Stefanie Gerold, Institut für berufliche Bildung und Arbeitslehre, Technische Universität Berlin
Thomas Giesinger, Koordinator für Ehrenamtsförderung beim BUND Baden-Württemberg, Radolfzell
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Vorstand Schweisfurth-Stiftung, München
Dr. Jonas Hagedorn, Oswald-von-Nell-Breuning Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik, Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen, Frankfurt am Main
Dr. Reinhold Harringer, Präsident Stiftungsrat Zeitvorsorge und Mitbegründer Zeittauschbörse Benevol, St. Gallen
Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor Deutsches Museum und Technische Universität München
Dr. Martin Held, Freier Mitarbeiter, Evangelische Akademie Tutzing und Transformateure – Akteure der großen Transformation, Tutzing
Prof. Dr. Wolfgang Wiltrude Höschele, Geograph, Solidago Neckar-Plus, Mannheim
Dr. Karin Jurczyk, Vorstandsmitglied Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik, München
Prof. Dr. Andrea Komlosy, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien
Prof. Dr. Irmi Seidl, Eidg. Forschungsanstalt WSL, Zürich
Dr. Georg Stoll, Referent Abteilung Politik und Zukunftsfragen, Misereor, Aachen
Daniel Überall, Kartoffelkombinat, München
Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende BUND, Neckar- Gemünd

 

Literatur

Irmi Seidl und Angelika Zahrnt (Hg.) (2019: Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft. Marburg: Metropolis

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de