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Bild Zukunftsmusik – Katerina Poladjans Erzählwelteninfo Icon© Francesco Gattoni
Marie-Luise-Kaschnitz-Preis

Zukunftsmusik – Katerina Poladjans Erzählwelten

29. – 31. Mai 2026

Tagung reise info Tutzing reise info Kunst & Kultur
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Inhalt

WENN WIR ERZÄHLEN, WINDEN WIR UNS UM LÜCKEN UND UNWÄGBARKEITEN,

RINGEN MIT DEM SCHWINDEL VOR DEM ABGRUND UNSERES UNVERSTÄNDNISSES UND UNWISSENS.
UND MAL IST DAS EINE ZUMUTUNG, MAL PRICKELND WIE CHAMPAGNER.
Katerina Poladjan (aus der Dankesrede zum Nelly Sachs-Preis 2021)
Im 2023 erschienenen Roman „Zukunftsmusik“ nimmt Katerina Poladjan ihre Leserinnen und Leser mit in die Weite Sibiriens und gleichzeitig in die Enge einer Kommunalka, einer Gemeinschaftswohnung, in der späten Zeit der UdSSR. Genau genommen ist die erzählte Zeit nur ein einziger Tag: der 11. März 1985. Dieses kaum bekannte Datum läutete eine Zeitenwende ein, deren Folgen bis heute nicht bewältigt sind. Mit der Wahl Gorbatschows am 11. März 1985 begann der Anfang vom Ende der UdSSR.
Das Setting ist typisch für das Werk von Katerina Poladjan, immer durchdringen sich historische Ereignisse mit den Biografien ihrer Protagonisten. Figuren, die sie häufig skurril, aber empathisch zeichnet – wie zum Beispiel die Bewohner der Kommunalka „tausende Werst östlich von Moskau“.
Wie selbstverständlich spiegeln sich im Werk Poladjans eigene biografische Erfahrungen: 1971 in Moskau geboren kam sie Ende der 1970er Jahre mit ihren armenischen Eltern in die Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Studium arbeitete sie als Schauspielerin und debütierte 2011 mit dem Roman „In einer Nacht woanders“.
Katerina Poladjan hat die Begabung, Figuren in kurzen Zuschreibungen so kenntlich zu machen, dass sie lange im Gedächtnis bleiben. So etwa Eli in „Goldstrand“, der als Klient einer römischen Psychoanalytikerin in seinen Sitzungen als Erzähler des Romans fungiert.
In der Tagung werden wir verschiedenen Facetten im Werk Poladjans nachgehen. Zum einen widmen wir uns in Werkstatt- und Kritikergesprächen der spezifischen Erzählkunst der Autorin, zum anderen beleuchten wir den polithistorischen Hintergrund im Osten Europas und auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Außerdem sprechen wir über Einflüsse anderer Kunstgattungen wie Film und Bildender Kunst auf ihr Werk.
Katerina Poladjan wurde vielfach ausgezeichnet. Für „Goldstrand“ erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2026. In dieser besonderen Tagung geht es um sie und ihr Werk, das wir mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2026 ehren. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Brigitte Grande
Vorsitzende, Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V.

Programm

Fr, 29.05.2026 Sa, 30.05.2026 So, 31.05.2026
icon button icon button Programm

Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Beginn der Tagung mit dem Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung & Einführung
„Goldstrand“ – Auftaktlesung aus dem jüngsten Roman der Preisträgerin
Katerina Poladjan
„Ancora un dialogo di Roma“
Andreas Platthaus

im Gespräch mit

Henning Fritsch
21.00 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Pfr. Udo Hahn
Akademiedirektor
Referat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien

Referierende

MITWIRKENDE
Prof. Dr. Moritz Baßler, Literaturwissenschaftler, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster
Henning Fritsch, Autor und Regisseur, Berlin
Prof. Dr. Elke Shoghig Hartmann, Universitätsprofessorin für Turkologie an der Freien Universität Berlin
Thomas Loibl, Schauspieler, München
Angelika Niescier, Jazz-Musikerin (Sopran- und Altsaxophon, Komposition) und Bandleaderin, Köln
Andreas Platthaus, Schriftsteller, Autor, verantwortlicher Redakteur für das Ressort „Literatur" und „Literarisches Leben" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Katerina Poladjan, Schriftstellerin, in Moskau geboren, in Rom und Wien aufgewachsen, lebt heute in Berlin. Sie schreibt Theatertexte und Essays. Zuletzt erschien ihr Roman „Goldstrand“, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 ausgezeichnet wurde.
Joachim Sartorius, Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer, Berlin
Shirin Sojitrawalla, freie Autorin mit den Schwerpunkten Literatur und Theater, u.a. für den Deutschlandfunk, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Theater der Zeit, Wiesbaden
Prof. Dr. Ulrike Steierwald, Literaturwissenschaftlerin, Professorin für Deutsche Literaturwissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg
Julia Weden, Schauspielerin, Hamburg
Dr. Insa Wilke, Literaturkritikerin, Berlin
Iris Wolff, Autorin und Preisträgerin des Marie-Luise-Kaschnitz-Preises 2021, Freiburg
 
JURY DES MARIE-LUISE-KASCHNITZ-PREISES
Thomas Geiger, ehem. Literarisches Colloquium Berlin
Tanja Graf, Leiterin des Literaturhauses München
Dr. Hajo Steinert, Mitglied der Jury, Literaturkritiker und Autor, Köln
Iris Wolff, Autorin und Preisträgerin des Marie-Luise-Kaschnitz-Preises 2021, Freiburg
 
 
KOOPERATIONSPARTNER / UNTERSTÜTZER
Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
 
 

Preise & Infos

Vortragsgebühr

(zzgl. Kaffee/Tee/Kuchen auch bei Teilnahme ohne Verpflegung)

80,00 €

Vollpension

– im Einzelzimmer 229,00 €
– im Zweibettzimmer 185,00 €
– im Zweibettzimmer als EZ 253,00 €

Verpflegung

–  ohne Übernachtung/Frühstück 92,00 €

Auszubildende, Schüler:innen, Studierende (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitssuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 %.

Medienschaffenden wird die Tagungsgebühr erlassen, wenn der Presseausweis zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung von einer ausstellungsberechtigten Organisation vor Veranstaltungsbeginn vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte.
Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Sollten Sie an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 22. Mai 2026 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung. Unsere Stornobedingungen entnehmen Sie unseren AGBs.

Teilnehmende Menschen mit Beeinträchtigungen mögen sich bitte direkt schriftlich an die Tagungsorganisation wenden. Die Evangelische Akademie Tutzing ist nur bedingt barrierefrei. Da der Besuch für Rollstuhlfahrer mit Begleitperson eine enorme Erleichterung darstellt, ist der Besuch für die betreffende Begleitperson ermäßigt, d.h. die Unterbringung der Begleitperson erfolgt im Doppelzimmer kostenlos. Teilnahmebeitrag und Verpflegung werden erhoben.

Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing fördert junge Menschen mit wenig Geld durch Bildungsstipendien, die eine kostenlose Teilnahme ermöglichen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der zuständigen Studienleitung.

BITTE BEACHTEN SIE: Während der Veranstaltung wird fotografiert und gefilmt. Das Foto- und Filmmaterial wird von der Akademie zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit, z.B. zur Veröffentlichung in Printmedien, im Internet oder in sozialen Medien verwendet. Sollten Medienvertretende akkreditiert sein, sind auch diese berechtigt, Film- und Fotoaufnahmen für ihre Berichterstattung zu nutzen.

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de

Stiftung Schloss Tutzing / Schlosseuro

Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Mit dem Schlosseuro (bereits in der Vortragsgebühr enthalten) unterstützen Sie deren Projekte. Möchten Sie der Stiftung darüber hinaus einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S-Bahn S6 bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße / Marienstraße.

Mit dem Pkw
Von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing. Zufahrt zur Akademie über die Marienstraße, die Schlossstraße ist bis voraussichtlich 31.05.2026 gesperrt.

E-Mobilität
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2. Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 60 €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!