Tutzinger Salon
In Anlehnung an die Salons des 18./19. Jahrhunderts erleben Sie Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft, die etwas Besonderes zu präsentieren haben.
Live-Hörspiel mit
und
Cornelia Bernoulli – Idee, Textauswahl, Konzeption, Spiel – und
Ernst Matthias Friedrich – Komposition, Sounds, Spiel – Eine MOBILE Produktion München 2019
Inszenierung und Phantasie machen das Unmögliche möglich: Eine neugierige Moderatorin der Gegenwart und der berühmte Schriftsteller, Dichter, Journalist und Theaterkritiker Theodor Fontane kommen mit- einander ins Gespräch. Ein Live-Hörspiel als Radioshow.
Zu seinem 200. Geburtstag umkreisen zwei Theatermenschen verspielt das Thema Paare. Fontanes originale Aussprüche und Ausdrücke sowie berühmte und weniger berühmt gewordene literarische Figuren aus seinen Gesellschaftsromanen werden in Dialogszenen lebendig. Wer ist stark und wer ist schwach in einer Beziehung? Die Klischees von weib- lich und männlich wirbelt Fontane durcheinander. Die Konventionen des 19. Jahrhunderts brechen auf. Es tauchen aufopferungsvolle und verwöhnte Frauen auf, karriereorientierte und empfindsame Männer. Es finden sich bemerkenswerte Paare mit selbstbewussten Frauen und sentimentalen Männern. Ein Dialogstreifzug von „Effi Briest“, „Frau Jenny Treibel“, „Unwiederbringlich“ und „L‘Adultera“ über „Irrungen, Wirrungen“ und „Mathilde Möhring“ bis hin zu „Der Stechlin“.
Keine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, aber Wanderungen durch die weit gefächerten Fontaneschen Seelenlandschaften. Intime, überraschende, komische Einblicke in seine Beziehungswelten. Ein Spiel voller Andeutungen, Ironie, feinem Humor und tiefen Abgründen.
Das Stück wurde anlässlich Theodor Fontanes 200. Geburtstag entwickelt. Am 30. Dezember 1819 in Neuruppin als Sohn eines Apothekers geboren, arbeitete der spätere Literat zunächst im „ererbten“ Beruf. Als 30-Jähriger wagte er in Berlin den Absprung in die Schriftstellerei, musste aber seinen Lebensunterhalt als Journalist verdienen. Diese Tätigkeit führte ihn als Korrespondent für die preußische Regierung auch für einige Jahre nach London.
In den 1850er Jahren gebar seine Frau Emilie mehrere Kinder, von denen drei gleich nach der Geburt starben. Seine bekanntesten Gesellschaftsromane schrieb Theodor Fontane erst spät im Leben – in den 1880er und 90er Jahren. Sein letztes Werk ist „Der Stechlin“. Er starb am 20. September 1898 in Berlin.
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