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Verfügen oder sorgen lassen? (4. Fachtag Ethik)

20. April 2016

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit, Gesellschaft & Soziales, Psychologie & Lebensfragen, Religion
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Inhalt

„WENN ZWEIFEL HERZENS NACHBAR WIRD, DIE SEELE SICH IM LEID VERIRRT“
                                                                                                                                                                                    Wolfram von Eschenbach
Die Patientenverfügung gilt als eine Errungenschaft im Gefolge der modernen Hospizbewegung. Zusammen mit der Vorsorgevollmacht garantiert sie den Behandlungswillen eines Schwerstkranken oder Sterbenden zweifelsfrei, solange sie sachgemäß und sorgfältig erstellt wurde.
Doch ein Gefühl von Unsicherheit und Skepsis scheint nicht vergehen zu wollen. Erste Anzeichen, dass das Vorhandensein einer Verfügung negativen Einfluss auf Sorgfalt und Intensität der Behandlung hat, verdichten sich. Es wäre fatal, wenn gute Vorausplanung und Wahrung der Autonomie zur Vernachlässigung optimaler Pflege und Medizin führen würden. Frei nach dem Motto: „Der hat eine Verfügung, da machen wir nicht mehr viel.“
Die Verfechter der Vorausverfügung sollten daher im Dialog mit ihren Kritikern diese Tendenzen aufspüren und diskutieren. Die Hospizbewegung hat ein elementares Interesse an einer gerechten und liebevollen Begleitung und Versorgung von Menschen am Lebensende.
Wir laden zum Gespräch über diese immer wieder spannende Frage zu unserem bewährten „Fachtag Ethik“ ins Schloss Tutzing ein.
Dr. Thomas Binsack, Bayerische Stiftung Hospiz
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing
Diesen Fachtag führt die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Bayerischen Stiftung Hospiz durch: www.bayerische-stiftung-hospiz.de

Programm

icon button icon button Programm
Dr. med. Thomas Binsack
9.30 Uhr

Ankommen & Kaffee

10.00 Uhr

Begrüßung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger

Einführung

Dr. med. Thomas Binsack
10.30 Uhr
Letztlich ein nützliches Instrument:
Erfahrungen mit der Patientenverfügung

Dr. med. Susanne Roller

11.00 Uhr
Entsorgen statt Versorgen?
Die Gefahr besteht!

Dr. med. Matthias Glück

11.30 Uhr
Die Verfügung reicht nicht -
Advance Care Planning ist gefragt

PD Dr. med. Dr. phil. Ralf Jürgen Jox (angefragt)

12.00 Uhr

Aussprache

12.30 Uhr

Mittagessen und Gespräche am See

14.00 Uhr
Workshops
1. Erfahrungen mit der Patientenverfügung

Dr. med. Susanne Roller

2. Wie ergebnisoffen kann und muss Beratung als Entscheidungshilfe sein?

Dr. med. Matthias Glück & Pfr. Frank Kittelberger

3. Beraterschulung: wie und warum?

Hermann Reigber

4. Verfügen oder anderen das Sorgen überlassen? Advance Care Planning praktisch und vertraut

Dr. Sabine Petri

15.15 Uhr

Kaffeepause

15.45 Uhr
Schlussplenum mit Aussprache und Verabschiedung
16.30 Uhr

Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsleitung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter
Dr. med. Thomas Binsack

Referierende

REFERIERENDE
Dr. med. Matthias Glück, Facharzt für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin, Psychoonkologie, Geriatrie und Psychotherapie; Leitender Oberarzt in der Ohlstadtklinik der Deutschen Rentenversicherung-Nordbayern (DRV Nordbayern); Mitglied im Ethikbeirat der Hilfe im Alter der Inneren Mission München; Ohlstadt
PD Dr. med. Dr. phil. Ralf Jürgen Jox, Akademischer Rat auf Zeit; Leitung des Arbeitsbereiches „Klinische Ethik“ am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU,
München
Hermann Reigber, Diplom-Theologe, Krankenpfleger, Diplom-Pflegewirt, Dozent; Geschäftsführende Leitung der Christophorus Akademie, Klinik für Palliativmedizin am Klinikum Großhadern der LMU München
Dr. med. Susanne Roller, Fachärztin für Innere Medizin, Palliativmedizin; Oberärztin an der Palliativstation St. Johannes von Gott am Krankenhaus Barmherzige Brüder München
Dr. rer. biol. hum. Sabine Petri, Juristin, MAS Palliative Care, Psychoonkologin (WPO); Fachreferentin für Ethikberatung & Geschäftsführung Ethikrat, Fachabteilung der Fachgruppe Pflege
im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V.
TAGUNGSLEITUNG
Dr. med. Thomas Binsack, Palliativmediziner; ehem. Chefarzt der Palliativstation St. Johannes von Gott am Krankenhaus Barmherzige Brüder München; Vorsitzender Stiftungsrat der Bayerischen Stiftung Hospiz; Dachau
Pfr. Frank Kittelberger, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing, Vorsitzender Bayerischer Hospiz- und Palliativverband

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de