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Medizin Theologie Symposium

Was heißt hier Lebensqualität? (36. MTS)

24. – 26. April 2026

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit, Psychologie & Lebensfragen, Religion
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Inhalt

… ENTSPRECHEND SEINEM VERSTÄNDNIS VON LEBENSQUALITÄT…                                       
aus dem Urteil des BVerfG zur Sterbehilfe (2020)
Nicht mehr alles machen, was geht und auch nicht mehr leben, so lange es geht: Weder das Technik- noch das Menschenmögliche soll das Handeln der Medizin leiten, sondern das Wohlergehen der Patient:innen.
Entwachsen aus den politischen und soziologischen Reformideen der 1970er Jahre ist die „gesundheitsbezogene Lebensqualität“ zum neuen Maßstab der Medizin geworden. Angesichts des großen technologischen Schubs drohte die Medizin, ihren Erfolg allein an biomedizinischen Markern abzulesen, dabei aber die Patient:innen aus dem Blick zu verlieren.
 
Seither stellt „Lebensqualität“ das subjektive Kriterium einer Behandlungsentscheidung dar: Die Patient:in kann entscheiden welche Maßnahmen im Rahmen des medizinisch Möglichen und Sinnvollen ergriffen werden sollen – und welche nicht (mehr). Dabei spielen individuelle Überzeugungen und Dispositionen eine Rolle: Wie viel Leid mag ich mir zumuten, wie viel kann ich aushalten? Was ist für mich noch ein lebenswertes Leben? Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum assistierten Suizid hat dieses Kriterium 2020 ins Zentrum gestellt: „Die Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem Verständnis von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen“, sei zu respektieren.
 
Doch was ist Lebensqualität? Ihr höchst individueller Charakter macht es schwer, sie zu bestimmen. Kann ein Medizinsystem, das sich am Maßstab Lebensqualität orientiert, dessen Bestimmung allein dem Individuum überlassen? Kann man Lebensqualität messen? Schmerz ist mittlerweile gut messbar – aber das individuell empfundene Leiden? Spätestens bei Behandlungen, die ethisch abgewogen werden wollen, weil z.B. Güter knapp oder Kosten hoch sind, schleichen sich vermeintlich objektive Vorstellungen eines guten, lebenswerten Lebens ein. Wer entscheidet dann, was zumutbar ist? Und nach welchen Kriterien?
 
Was heißt hier Lebensqualität? Wir freuen uns, uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche nach Antworten zu begeben.
 
Pfr.i.R. Frank Kittelberger, Pastoralpsychologe, freier Mitarbeiter der Evangelischen Akademie Tutzing
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Professor für Ethik und Anthropologie und Leiter des Instituts für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik (IPGE) an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Nürnberg
Pfr.in Anna-Katharina Stangler, Evangelische Klinikseelsorgerin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München-Großhadern, stellv. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für evangelische Krankenhausseelsorge in Bayern (ArGe), München
Pfr. Jörg Michael Thoma, Beauftragter für Altenheimseelsorge und Mitglied der Fachstelle „Spiritual Care“ der ELKB, München 

Programm

Fr, 24.04.2026 Sa, 25.04.2026 So, 26.04.2026
icon button icon button Programm

Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
19.30 Uhr
Was heißt Lebensqualität in der Medizin?
Prof. Dr. phil. Johann S. Ach
21.00 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter

Referierende

REFERIERENDE
 
Prof. Dr. phil. Johann S. Ach, außerplanmäßiger Professor am Philosophischen Seminar sowie Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Bioethik der Universität Münster
Prof. Dr. phil. Dagmar Borchers, Professorin für Angewandte Philosophie an der Universität Bremen
Prof. Dr. med. Orsolya Genzel-Boroviczény, Fachärztin für Kinderheilkunde und Neonatologie, 2003 bis 2019 Leitung der Neonatologie Campus Innenstadt des Klinikums der LMU; Mitglied der Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik, München
PD Dr. phil. Bruno Gransche, Philosoph, Zukunftsforscher; Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Technikzukünfte (ITZ), Karlsruhe
Dr. med. Matthias Hägele, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Notfallmedizin; Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees (KEK) im Klinikverbund Südwest, Sindelfingen
Dr. med. Jana Köbcke, Fachärztin für Innere Medizin, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin; Chefärztin der Geriatrie und Vorsitzende des Ethikkomitees des Bonifatius Hospitals Lingen
Prof. Dr. jur. Josef Franz Lindner, Professor für Öffentliches Recht, Medizinrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Augsburg; Direktor des Instituts für Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht (IBGM) der Universität Augsburg
Prof. Dr. med. Kay Mursch, Neurochirurg; Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie sowie Vorsitzender des Ethikkomitees der Zentralklinik Bad Berka
Dr. biol. hum. Sarah Straub, Psychologin; Leiterin einer Spezialsprechstunde für frontotemporale Demenz im Universitätsklinikum Ulm, Liedermacherin und Autorin, Gundelfingen
Prof. Dr. sc. pol. Michael Thiede, Volkswirt; Forschungsbereichsleiter Arzneimittel am Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO), Berlin
Prof. Dr. theol. Thomas Wabel, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Fakultät für Evangelische Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Dr. phil. Dr. med. Boris Wandruszka, Philosoph, Mediziner; Facharzt für Allgemeinmedizin, Psychosomatik und psychotherapeutische Medizin, Leiter der Forschungsstelle „Béla von Brandenstein und sein Werk“ an der Universität Freiburg; freier Dozent, Stuttgart
Prof. Dr. phil. Héctor Wittwer, Professor für Praktische Philosophie an der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg

Preise & Infos

VERANSTALTUNGSLEITUNG
Pfr.i.R. Frank Kittelberger | Prof. Dr. Arne Manzeschke | Pfr.in Anna-Katharina Stangler | Pfr. Jörg Michael Thoma
ORGANISATION & INFORMATION
Cornelia Spehr, E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de; Tel. 08158 251-126. Ihre Anfragen zu der Veranstaltung erreichen uns in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir über das Online-Formular auf unserer Homepage. Sie wird von uns bestätigt, ist verbindlich und Voraussetzung für die Teilnahme. Anmeldeschluss ist der 16. April 2026.
 
Abmeldung
Sollten Sie an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 20. April 2026 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung. Unsere Stornobedingungen entnehmen Sie unserer Homepage.
Preise pro Person für die gesamte Veranstaltungsdauer (in Euro):
Vortragsgebühr                                                                                        90.–
(zzgl. Kaffee/Tee/Kuchen auch bei Teilnahme ohne Verpflegung)       
Vollpension                                                                                             
– im Einzelzimmer                                                                                  203.–
– im Zweibettzimmer                                                                              159.–
– im Zweibettzimmer als EZ                                                                   227.–
Kurzzeitzuschlag für eine Übernachtung                                                  10.–
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)                                           66.–
Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.
 
Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.
 
Stipendien
Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing fördert junge Menschen mit wenig Geld durch Bildungsstipendien, die eine kostenlose Teilnahme ermöglichen. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der zuständigen Studienleitung.
Preisnachlass
Auszubildende, Schüler:innen, Student:innen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitsuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent. Journalist:innen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn ein aktueller Presseausweis einer ausstellungsberechtigten Organisation zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.
 
Weitere Informationen zu
Schlosseuro / Datenschutz / AGB / E-Mobilität und umweltfreundlicher Anreise finden Sie unter dem Titel der Tagung auf unserer Homepage:
www.ev-akademie-tutzing.de
Veranstaltungsnummer: 0472026
Bildnachweis: Alltagsmenschen 2025 in Wenningstedt (Sylt) / Installation „Dancing on the beach“ von Christel und Laura Lechner. © Jasmin Heimberger / TSWB
 
Programmänderungen vorbehalten. Stand 05.02.26
Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de

Stiftung Schloss Tutzing / Schlosseuro

Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Mit dem Schlosseuro (bereits in der Vortragsgebühr enthalten) unterstützen Sie deren Projekte. Möchten Sie der Stiftung darüber hinaus einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S-Bahn S6 bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße.

Mit dem Pkw
Von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.

E-Mobilität
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2. Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 60 €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!

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