Wie gut ist der Kinder- und Jugendmedienschutz?
08. Juni 2021
TagungInhalt
Auch Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf digitale Teilhabe – und zwar unbeschwert und ungefährdet. Sie verbringen einen großen Teil des Tages online, oft schon im Grundschulalter – mit dem eigenen Smartphone und ohne elterliche Begleitung. Die dadurch entstehenden Gefahren zu verhindern beziehungsweise einzuschränken, das ist die zentrale Funktion des Jugendschutzes. Am 1. Mai 2021 ist das Zweite Gesetz zur Änderung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) in Kraft getreten – mit neuen Regelungen auch für den Kinder- und Jugendmedienschutz.
Die Überarbeitung diente dem Ziel, das JuSchG in das digitale Zeitalter zu überführen. Zukünftig gilt zum Beispiel eine Vereinheitlichung der Alterskennzeichnung von Spielen und Filmen. Auch eine neue Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz ist geplant.
Wie gut ist der Jugendmedienschutz jetzt? Was kann, soll und muss er leisten? Und kann er überhaupt mit der Medienentwicklung Schritt halten? Zur Diskussion dieser und weiteren Themen mit der Medienpädagogin Dr. Maya Götz, dem Vorsitzenden der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Dr. Wolfgang Kreißig, und dem Medienrechtsexperten Prof. Dr. Marc Liesching lade ich Sie herzlich zur Online-Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing ein!
Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e.V., Berlin
Programm
Podiumsdiskussion mit
und
Moderation:
vorauss. Ende der Veranstaltung
Veranstaltungsleitung
Pfr. Udo Hahn
AkademiedirektorReferat für Theologie, Politik, Ökumene, Medien
Referierende
Dr. Maya Götz, ist Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk und des PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL. Sie schloss ihr Studium an der PH Kiel mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und der Magistra der Pädagogik ab und promovierte 1998 an der Gesamthochschule Kassel mit der Dissertation „Mädchen und Fernsehen“.
Ihr Hauptarbeitsfeld ist die Forschung im Bereich „Kinder/Jugendliche und Fernsehen” mit internationaler und geschlechtersensibler Perspektive.
Dr. Wolfgang Kreißig ist seit 1. Januar 2020 Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) und der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Seit April 2017 ist er vom Landtag von Baden-Württemberg gewählter Präsident und Vorsitzender des Vorstands der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. Der promovierte Jurist war zuvor Referent und dann über sieben Jahre Leiter des Referats Rundfunkpolitik und Medien im Staatsministerium Baden-Württemberg. Davor war er zwei Jahre Richter am Landgericht in Stuttgart. Er begann seine Karriere als Rechtsanwalt in der Kanzlei Gleiss Lutz im Bereich gewerblicher Rechtsschutz.
Prof. Dr. Marc Liesching, arbeitete nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik der Universität Hohenheim und nach Rechtsreferendariat und 2. Juristischen Staatsexamen von 2000 bis 2003 als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er wurde an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. 2003 gründete er die Medienrechts-Anwaltskanzlei technolex-anwaelte.de und arbeitete als selbstständiger Rechtsanwalt, Unternehmensberater und Gutachter. 2013 wurde er als Professor für Medienrecht und Medientheorie an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig berufen.
Ort & Infos
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing
Isabelle Holzmann
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
holzmann@ev-akademie-tutzing.de