icon button icon button Veranstaltungen
Bild Zu Erde – zu Asche – zu Staub

Zu Erde – zu Asche – zu Staub

28. – 30. April 2017

Tagung reise info Rothenburg o.d.Tauber reise info Spiritualität
Kopieren Icon Link kopieren
Email Icon Per Email teilen

Inhalt

DER TOD IST NUR EINE OPTISCHE TÄUSCHUNG 
                                                                                                Albert Einstein (1879 – 1955) zugeschrieben
Friedhöfe sind gefragt! Vor allem in Horror- und Fantasyfilmen – und gelegentlich bei historischen Stadtführungen. Sonst sind sie das, was sie immer waren: Orte der Bestattung Verstorbener; später Orte der Erinnerung für die Hinterbliebenen; manchmal auch Orte von historischem Interesse. Doch es tut sich was im Land! Menschen verzichten auf solche Orte und werden lieber digital in einer App erinnert. Andere wollen verbrannt und dann zu Hause auf dem Kaminsims aufbewahrt werden. Friedhöfe werden zur Location für abgefahrene Partys oder sie gelten als obsolet, weil man sich lieber auf hoher See als kleiner Ascheregen in den Wind streuen lässt.
Die Kultur des Bestattens und Erinnerns verändert sich rasant. Augenfällig wird dies dort, wo der gesellschaftliche und religiöse Mix unserer Gesellschaft zunehmend bunter aufleuchtet. Manchen kann es nicht modern, schrill und außergewöhnlich genug sein, während andere vor Verfall und Traditionsabbruch warnen. Wo liegt der Unterschied zwischen Modernisierung und Vernachlässigung, zwischen Entwicklung und Verlust?
Das Thema bewegt Kommunen, Denkmalschutzämter und Kirchengemeinden gleichermaßen. Unbestritten jedoch ist, dass die Bestattung ursprünglich religiöse Wurzeln hat. Daher müssten die Religionsgemeinschaften und Kirchen Interesse daran haben, wichtige Traditionen zu bewahren, notwendige Änderungen mitzumachen und zentrale Fragen zu stellen, wenn sich diese Kultur verändert. Das Interesse an solchen Themen geht weit über die Zunft der Bestatter und Behörden hinaus. Mehr und mehr machen sich Menschen schon zu ihren Lebzeiten Gedanken darüber, wie und wo sie als Leichnam enden und in welcher Weise sie später erinnert werden wollen. Das Gespräch darüber lohnt sich!
Wir laden die interessierte Öffentlichkeit und alle anderen Sterblichen dazu in die Tagungsstätte Wildbad Rothenburg ein!
Pfr. Herbert Dersch
Leiter, Evangelische Tagungsstätte Wildbad Rothenburg
Pfr. Frank Kittelberger
Studienleiter,  Evangelische Akademie Tutzing

Programm

Fr, 28.04.2017 Sa, 29.04.2017 So, 30.04.2017
icon button icon button Programm
Pfr. Herbert Dersch

Anreise ab 17.00 Uhr

18.00 Uhr

Beginn der Tagung mit dem Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung

Pfr. Herbert Dersch

19.15 Uhr
Blick ins Grab -

Einführung

Pfr. Frank Kittelberger

19.30 Uhr
Bestattungskultur in der Moderne

Ulrike Neurath M.A.

20.30 Uhr

Gespräche und Begegnung in den Salons des Tagungshauses

Veranstaltungsleitung

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Freier Mitarbeiter
Pfr. Herbert Dersch

Referierende

TAGUNGSLEITUNG & MODERATIONEN
Pfr. Herbert Dersch, Leiter, Evangelische Tagungsstätte Wildbad Rothenburg
Pfr. Frank Kittelberger, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
REFERIERENDE
Pfr. Thomas Berthold, Evang.-Lutherische Kirchengemeinde Helmbrechts
Dr. med. Susanne Hirsmüller MSc Palliative Care, Hospizleitung am Hospiz EVK Düsseldorf, Medizinethik-Team Düsseldorf
Johanna Kätzel M.A., Kunsthistorikerin; Kulturbeauftrage der Stadt Rothenburg
Sabine Landes, Projektleiterin für digital.danach: digital-danach.de – das unabhängige Infoportal zu Tod und Trauer im Netz, München
Pfr. Dr. theol. Rainer Liepold, Gemeindepfarrer in Freimann; Initiator des Projekts gedenkenswert.de der Vernetzten Kirche der ELKB, München
Heiner Melching, Sozialpädagoge/Sozialarbeiter, Trauerbegleiter (ITA); freiberuflich in verschiedenen Bereichen der Trauer- und Krisenbegleitung tätig; u.a. als Bestatter; seit 2009 Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Berlin
Prof. Dr. phil. Elisabeth Naurath, Theologin und Professorin am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts am Institut für Evangelische Theologie an der Universität Augsburg
Ulrike Neurath M.A., Kustodin, Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur; Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Kassel
Kirchenrat Dr. theol. Matthias Pöhlmann, Landekirchlicher Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der ELKB und Vorsitzender der Konferenz der Landeskirchlichen Beauftragten für Sekten- und Weltanschauungsfragen in der EKD, München
Prof. Dr. theol. Ulrike Wagner-Rau, Univ.-Professorin für Praktische Theologie an der Universität Marburg, Pastoralpsychologin (DGfP, Sektion Tiefenpsychologie), Sachverständige Beraterin der Liturgischen Konferenz der EKD, Marburg
René Reinelt, Dipl. Soziologe (Univ.), Leitung Wohnen, Dienste für Menschen mit Behinderung des Evang.-Luth. Diakoniewerks Neuendettelsau
Dennis Schmolk, Projektleiter für digital.danach: digital-danach.de – das unabhängige Infoportal zu Tod und Trauer im Netz, München
Dipl.-Psych. Margit Schröer, Psychologische Psychotherapeutin, Vorstandsmitglied Ökumenische Hospizgruppe Gerresheim e.V., Ethikerin im Gesundheitswesen, Medizinethik-Team, Düsseldorf

Ort & Infos

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de