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Zukunftsbilder Globaler Gesundheit

06. – 08. März 2026

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit, Familie & Generationen, Geschichte, Geschlechterfragen, International, Psychologie & Lebensfragen
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Inhalt

WELCHE ZUKUNFTSBILDER ZEICHNEN WIR?

Eine Ärztin untersucht ein Kind. Im Hintergrund sind weitere Menschen zu sehen: jüngere Kinder, eines im Tragetuch einer Frau, dazu ein Mensch in blauer Kleidung – vielleicht eine Pflegekraft? Die Szene wirkt aufgeräumt, hell und ruhig. Es ist keine Notsituation. Alle machen den Eindruck, sicher und in guten Händen zu sein, allen voran das Kind auf der Liege.
Dieses Bild haben Menschen an die Wand einer Klinik in Maputo in Mosambik gemalt. Ein utopisches Wunschbild? Vielleicht. Vermutlich aber ihre konkrete Vision davon, wie sie sich die Gesundheitsversorgung in Mosambik in der Zukunft ausmalen.
Die internationale Entwicklungszusammenarbeit – gerade auch im Gesundheitsbereich – ist 2025 von massiven Disruptionen erschüttert worden. USAID, die größte und finanzstärkste Organisation weltweit, wurde im Sommer 2025 von der US-Administration aufgelöst. Andere Staaten ziehen nach. Auch Deutschland kürzt seinen Etat um acht Prozent. Die Folgen des Rückzugs der USA sind dramatisch, nur ein Beispiel: Verhütungsmittel im Wert von fast zehn Millionen Dollar, die bereits in den Depots zur Auslieferung in Krisengebiete lagerten, aber auch tonnenweise Notfalllebensmittel für hungernde Menschen konnten nicht ausgeliefert werden. Bis 2030 ist so das Leben von Millionen Menschen weltweit auf unterschiedliche Weise bedroht.
Welche Zukunftsbilder globaler Gesundheitsversorgung lassen sich in dieser Situation skizzieren? Neuere Begriffe wie „One Health“ und „Planetary Health“ beziehen Fragen des Schutzes der natürlichen Ressourcen programmatisch mit ein. In der Praxis kommt spirituellen Aspekten und psychischer Gesundheit eine wachsende Aufmerksamkeit zu. Angesichts der jüngsten Entwicklungen stellt sich auch die Frage, ob Gesundheitsversorgung lokaler und damit resilienter gegenüber weltpolitischen Verwerfungen aufgestellt werden kann. Darüber hinaus: Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz dabei, Menschen im globalen Süden in ihrer Gesundheitsversorgung selbstbestimmter zu machen? Wie kann Frauengesundheit mehr Beachtung bekommen und wie können Frauen – häufig in ihrem Umfeld die Gesundheitsexpertinnen – in ihrer Rolle gestärkt werden? Nicht zuletzt muss sich der globale Norden seiner kolonialen Vergangenheit stellen, auch in der öffentlichen Gesundheitsversorgung.
Wie kann das Bild an der Klinikmauer in Maputo nicht bloß Vision bleiben, sondern Realität werden? Welche anderen Bilder stellen wir daneben?
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Dorothea Grass, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. med. Dipl. Psych. Wolfgang Krahl, Internationales Netzwerk zur Entwicklungszusammenarbeit im Bereich psychische Gesundheit e.V. (i.nez)
Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl. Biol. Carsten Köhler, Kompetenzzentrum für Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie am Universitätsklinikum Tübingen, Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) e.V.
Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs, Lehrstuhl für Globale Gesundheit, Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften Berlin

Mehr zum Thema

Programm

Fr, 06.03.2026 Sa, 07.03.2026 So, 08.03.2026
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ab 16.00 Uhr – Anreise

18.00 Uhr

Beginn der Tagung mit dem Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung & thematische Einführung
Dorothea Grass
Dr. med. Dr.rer.nat. Carsten Köhler
Dr. Wolfgang Krahl
Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs
19.30 Uhr
Die eine Gesundheit

Zukunftskonzepte der weltweiten Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. med. Andrea S. Winkler
20.30 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons

Veranstaltungsleitung

Dorothea Grass
Studienleitung / Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

Referierende

BETEILIGTE
Prof. Dr. med. Dipl. theol. M. phil. Walter Bruchhausen, Professor für soziale und kulturelle Aspekte der globalen Gesundheit an der Universität Bonn; u.a. Leiter der Global Health Academy bei der Global Health Alliance Germany/Deutschland sowie Mitglied der AG Medical Anthropology der Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie, Bonn
Prof. Dr. med. Olaf Horstick, FFPH (UK), Facharzt für öffentliche Gesundheit (UK); außerplanmäßiger Professor und Direktor für die Lehre von Öffentlicher und Globaler Gesundheit am Heidelberg Institut of Global Health des Universitätsklinikums Heidelberg; Gründer und Koordinator der Heidelberg Research to Practice Group – für evidenzbasierte Öffentliche Gesundheit. U.a. beratend tätig für die GIZ und WHO, Heidelberg
Dr. phil. II Franziska Matthies-Wiesler, Epidemiologin; Senior Researcher am Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München zu Umwelt und Gesundheit sowie tätig für das Münchner Büro von ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation, zuvor u.a. tätig für das WHO Regionalbüro für Europa, Feldafing
Prof. Dr. med. Jürgen May, Facharzt für Tropenmedizin; Vorstandsvorsitzender des Bernhard Nocht Instituts für Tropenmedizin sowie Professor für „Epidemiologie der Tropenkrankheiten" an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg; u.a. wissenschaftlicher Beirat des Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR) in Ghana, Hamburg
Prof. Dr. med. Ghyslain Mombo-Ngoma, Arzt und Epidemiologe; Leiter des Clinical Operations Department am Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL); Professor für klinische Medikamentenentwicklung für armutsbezogene Krankheiten am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf sowie Leiter der Arbeitsgruppe Drug Implementation am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Lambaréné (Gabun)
Dr. med. Gisela Schneider, Fachärztin für Tropenmedizin; von 2007 bis 2025 Leiterin des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (Difäm Weltweit), heute tätig als Beraterin für globale und internationale Gesundheit; langjährige Erfahrung insbesondere in HIV-Projekten in Gambia und Uganda, Tübingen
Prof. Dr. med. Dr. phil. Andrea S. Winkler, Fachärztin für Neurologie; Leiterin der Arbeitsgruppe Globale Neurologie und Co-Direktorin des Zentrums für Globale Gesundheit am TUM Klinikum Rechts der Isar; u.a. Co-Gründungs-direktorin des Women for One Health Network, Co-Vorsitzende der The Lancet One Health Commission und Professorin für Globale Gesundheit an der Universität Oslo, München

Partner

Akkon Hochschule
i.nez International Network for Cooperation in Mental Health
Universitätsklinikum Tübingen

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Cornelia Spehr
Telefon: 08158 / 251-126
Fax: 08158 / 99 64 0
spehr@eatutzing.de