
Kurzfilm „Afghanisch-iranisches Frühstück“ (Schulprojekt Lauingen)
Ein Film von Franziska Nießl, Franziska Burkhardt, Nicolas Schimpp und Mohammad R.
ZUM INHALT:
Essen ist für Mohammad das zweitwichtigste im Leben – gleich nach Schlafen. Der 18-jährige Afghane ist im Iran aufgewachsen. Hier in Deutschland vermisst er das Zusammenkommen der Familie zum Essen und das traditionelle Sitzen am Boden. Zu oft muss er hier alleine essen. Für den Film bereitet er ein afghanisch-iranisches Omelett in der Schulküche zu – zuhause wäre ein Filmdreh nicht möglich gewesen, weil die kleinen Geschwister gestört hätten.
ÜBER DAS PROJEKT:
Zwanzig Jugendliche der Abschlussklasse der Hyazinth-Wäckerle-Mittelschule in Lauingen lernten innerhalb einer Projektwoche die Kultur ihrer Eltern zu reflektieren und ihren Blick darauf mit anderen zu teilen. Sie nutzten das Medium Dokumentarfilm als Sprachrohr. Dafür filmten sie selbstständig mit iPads, führten Interviews und schnitten gemeinsam ihr Filmmaterial.
Der kulturelle Hintergrund ihrer selbst gewählten Protagonist*innen erzählt sich über den Fokus auf den Bereich der Esskultur. Die Schüler*innen lernten eine beobachtete Tätigkeit der Hauptfigur in professionellen Bildern einzufangen. Im Interview übten sie sich in Gesprächsführung und aktivem Zuhören und professionalisierten sich in der Bildgestaltung. Die dramaturgische Montage, die die Erzählebenen Interview und Beobachtung zusammenbringt, meisterten die vier Filmgruppen selbstständig am iPad im Programm iMovie. Die Umsetzung der Filme lag in der Hand der Schüler*innen.
Der Filmworkshop fand im Rahmen des Projekts „Alles Glaubenssache? Prävention und politische Bildung in einer Gesellschaft der Diversität“ der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (Projektstelle Evangelische Akademie Tutzing) in Kooperation mit Drehort Schule e.V. und DOK.education statt und wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Weitere Informationen:
Evangelische Trägergruppe für Gesellschaftspolitische Jugendildung