Vergesellschaftung: Eine vergessene Option im Grundgesetz
Nach Artikel 15 des Grundgesetzes ist es möglich, „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel“ in Gemeineigentum zu überführen.
Nach Artikel 15 des Grundgesetzes ist es möglich, „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel“ in Gemeineigentum zu überführen.
Einsamkeit ist mehr als ein persönliches Problem. Der Soziologe Berthold Vogel sieht sowohl Politik als auch Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kultur in der Pflicht, dem entgegenzuwirken.
Ein Pfadwechsel in der Wohnungspolitik ist überfällig, findet Stephan Reiß-Schmidt, Stadtdirektor a.D. und Experte für Stadt- und Regionalentwicklung. Damit die Versorgung an Wohnraum sozial- und klimagerecht wird, braucht sie Rahmenbedingungen, die unabhängig von Konjunkturzyklen sind. Der Diplom-Ingenieur formuliert in diesem Text sechs Punkte zur Orientierung.
Der Politikwissenschaftler und Zivilgesellschaftsforscher Edgar Grande fordert: „Bildungspolitik im 21. Jahrhundert muss genau denselben Stellenwert bekommen, den die Sozialpolitik im 20. Jahrhundert hatte“. Sein Vortrag zum Thema ist jetzt als Podcast abrufbar.
Judith Kiss von der Jenaer Forschungsgruppe „flumen“ sieht einen Riss zwischen gegensätzlichen gesellschaftlichen Erfahrungswelten. Sie fragt: Gelingt die sozial-ökologische Transformation angesichts gesellschaftlicher Mentalitäts- und Interessensunterschiede?
Kapitalismuskritik ist in aller Munde. Die Tagung „Sozialismus – frei, demokratisch und grün?“ diskutierte im Mai 2023 die Vielfalt sozialistischer Ansätze und ihre aktuelle Relevanz.
Wie verwandelt unsere kapitalistische Gesellschaft Unsicherheiten in berechenbare Risiken? Wie werden individuelle und kollektive Entscheidungen beeinflusst? Kann Resilienz helfen, um den Krisen der Gegenwart angemessen zu begegnen? Um diese und weitere Fragen ging es in unserer Tagung „Gesellschaftliches Risiko und Resilienz“ vom 21. bis 23.04.2023.
Ungleichheit hilft Putin: Der Westen kann sich nicht einzig mit Waffen verteidigen – er muss auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft sorgen. Ein Gastbeitrag des Publizisten Roger de Weck, Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing.
„Nein, wir haben noch nicht genug von der Wirklichkeit der Arbeiter gesprochen, schon gar nicht der Arbeiterinnen.“ Das findet die Autorin Marlen Hobrack. In ihrem Buch „Klassenbeste.
Wie lässt sich die Systemfrage stellen, die auch Klimaaktivist:innen derzeit ansprechen, wenn sie propagieren: „System Change, not Climate Change!“
Das Stichwort der Resilienz ist in aller Munde. Widerstandskraft soll uns durch schwere Zeiten helfen. Und die Zeiten sind nicht leicht: Kriege, wirtschaftliche Krisen, Klimawandel, Flucht und Hunger, Pandemien bestimmen die täglichen Nachrichten. Wer allerdings denkt, dem Risiko allein durch Resilienz begegnen zu können, begeht einen Fehler, meint die Wirtschaftswissenschaftlerin Mechthild Schrooten. Warum, beschreibt sie in diesem Blogartikel.
In diesem Bericht schildert Studienleiterin Julia Wunderlich das Tagungswochenende: mit Diskursen zum Bildungssystem, das soziale Ungleichheit reproduziert, zur Wirkkraft der Informatiker:innen für Frieden und zur Simulation des EU-Parlaments in einem theatralen Planspiel.
Von 1977 bis 1989 war er Vorsitzender des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Tutzing. Jetzt ist der frühere BR-Journalist Gerhard Bogner im Alter von 95 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Akademiedirektor Udo Hahn.
Der Umgang mit Sterbenden zeigt, in welcher Gesellschaft wir leben – und für welche wir uns einsetzen wollen. „Gastfreundschaftlichkeit für alle, die es brauchen“, ist die Idee des hospizlich-palliativen Gesellschaftsmodells. Hospizliche Haltungen sind darüber hinaus für das Zusammenleben wertvoll, findet Andreas Heller von der Universität in Graz. In diesem Blogbeitrag erklärt er, warum.
„Demokratie und demokratisches Handeln müssen fortlaufend gelernt und eingeübt werden. Dazu sind non-formale Bildungsangebote und außerschulische Lern- und Begegnungsorte besonders wichtig.“, schreibt Akademiedirektor Udo Hahn in der Februar-Ausgabe der Zeitung „Politik & Kultur“ des Deutschen Kulturrats. Hier können Sie den Text nachlesen.
Der Autor Fabian Scheidler hat sich den Themen Zukunft, Zivilisation und globale Gerechtigkeit verschrieben. In einem Beitrag für die Evangelische Akademie Tutzing rückt er Kipppunkte für Gesellschaften und Biosphären in den Fokus und erläutert, warum seiner Meinung nach etwa Subventionen für die Auto- und Luftfahrtindustrie abgeschafft werden sollten.
„Zuschauen ist keine Option“, meint Gastautor Fabian Scheidler. Der Berliner Publizist und Dramaturg ist Autor mehrerer Bücher, die sich mit den Wurzeln globaler Krisen beschäftigen. In diesem Text zeigt er Auswege aus der Gesellschafts- und Biosphärenkrise auf und erläutert, warum „destruktive Subventionen“ abgeschafft werden müssen, weltweit alle entscheidenden Instanzen aufgefordert sind, gemeinsam zu agieren und warum es darüber hinaus neue rechtliche Rahmenbedingungen braucht.
In seiner Kanzelrede am 10. Oktober sprach der Theaterintendant Ulrich Khuon über die verstörende Kollektiverfahrung des Kontrollverlusts, warum Sophokles‘ Drama „Ödipus“ das Stück der Stunde ist und weshalb die Menschen nun vor allem eines brauchen: Orte des Zusammenkommens, an denen niemand Recht haben muss.

Noch sind die Inzidenzwerte in Deutschland vergleichsweise niedrig – aber: sie steigen. Während die Fußball-EM soeben vorübergegangen ist und die Urlaubszeit beginnt, bangen viele schon jetzt, dass eine mögliche vierte Welle nach den Ferien das Alltagsleben wieder einbremsen könnte. „Verändert die Pandemie die Gesellschaft?“ fragte Akademiedirektor Udo Hahn am 7. Juli 2021 in einer Online-Debatte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Christiane Woopen.
Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Teilhabe, Demokratie, digitaler Wandel – und das Aufarbeiten der Corona-Pandemie. In ihrem neuen Jahresprogramm geht die Evangelische Akademie Tutzing die großen Fragen unserer Zeit an und sucht dabei auch die Querverbindungen zwischen Themen und Menschen aus unterschiedlichsten Richtungen.
„In der Zivilgesellschaft kommt die Pluralität einer Gesellschaft zum Ausdruck“, stellt der Politologe Edgar Grande fest. Gemeinsam mit der Freundeskreisvorsitzenden Brigitte Grande und Akademiedirektor Udo Hahn hat er gerade einen Band herausgegeben: „Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland“. Darin geht es um die Zivilgesellschaft und um das, was sie leisten kann, darf und muss – erst recht in Krisenzeiten.
Was bringen Utopien? Sie können in einer immer komplexeren Welt eine „heilsame Ordnung“ herstellen – in konkreten Veränderungsprozessen helfen sie jedoch nicht weiter. Dieser Auffassung ist der Soziologe, Organisationsberater und Supervisor Dr. Ronny Jahn. Er fordert: „Mehr Diskurs – weniger Utopie“. Denn erst im im Sichtbarmachen von Unterschieden lernten Menschen kollektiv Konflikte auszutragen.
In diesem Jahr ist alles etwas anders: Begegnungen sind weniger analog, aber mehr digital geworden. Weihnachtliche Traditionen im großen Kreis sind nicht möglich. Dorothea Grass fragt in ihrer Dezember-Podcastfolge: Feiern wir im Pandemiejahr mehr oder weniger Weihnachten? Und wie verändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft?
Es ist eine Binsenweisheit: Unser Lebensgefühl ist von Unsicherheit gekennzeichnet. Dabei gehört Angst zum Leben. Sie ist für sich genommen nützlich. Ein wichtiges Signal, das uns vor Gefahren warnt und zugleich schützt. Aber sie kann auch krank machen. Ein Beitrag von Udo Hahn
Seit dem Ausbruch von Covid-19 liegt der öffentliche Fokus auf Wissenschaft und Politik. Warum diese beiden Systeme völlig unterschiedlich funktionieren und teilweise miteinander kollidieren, erläutert der Soziologe Prof. Dr. Armin Nassehi in einem kurzen Video-Interview.
Akademiedirektor Udo Hahn hat die Installation „Adam, wo bist Du?“ der Künstlerin Ilana Lewitan in München besucht. Er schreibt darüber: „Ilana Lewitans Ausstellung ist für mich der aktuell wichtigste Kommentar zur Frage, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben wollen.“
Es sei bemerkenswert, was Deutschland in Zeiten der Corona-Krise geleistet habe, so Ilse Aigner im Interview mit der Evangelischen Akademie Tutzing. Während der Pandemie hätten die Menschen ein neues Solidaritätsgefühl entwickelt und außerdem gezeigt, dass sie gegen Spaltungsversuche von Verschwörungstheoretikern resistent sind.
„Wie lange wird das noch dauern?“ ist die Frage, die immer lauter gestellt wird. Sie meint auch: Wie könnten Exitstrategien aus der momentanen Situation aussehen? Und welche Freiheiten gehen zulasten der Unfreiheiten anderer? Studienleiter Frank Kittelberger ist überzeugt: Freiheit muss sich an Solidarität messen lassen.
Der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes und des Oberlandesgerichts München, Peter Küspert, wird am 10. März 2019 die nächste Kanzelrede der Evangelischen Akademie Tutzing halten. Darin widmet er sich dem Thema: „Was uns zusammenhält – Über die Rolle der Verfassung in der pluralen Gesellschaft“. Der Eintritt ist frei.