Eine Schlossgeschichte mit Happy End
Am 25./26. Juli 2026 ist es endlich wieder soweit: die Tutzinger Fischerhochzeit findet statt! In zwei der Hauptrollen: Schloss Tutzing, seit 1947 Sitz der Akademie, und Direktor Udo Hahn als Hofmarksrichter.
Am 25./26. Juli 2026 ist es endlich wieder soweit: die Tutzinger Fischerhochzeit findet statt! In zwei der Hauptrollen: Schloss Tutzing, seit 1947 Sitz der Akademie, und Direktor Udo Hahn als Hofmarksrichter.
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste hat in der zweiten Förderrunde 2023 eine Finanzierung in Höhe von etwa 1,93 Millionen Euro für die Provenienzforschung im Bereich des „NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts“ genehmigt. Insgesamt erhielten 18 Forschungsprojekte in dieser Runde finanzielle Unterstützung von der Magdeburger Stiftung – auch das Projekt „Schloss Tutzing“.
„Ukrainische Stimmen fehlen in internationalen historiographischen Debatten noch immer“, schreibt der ukrainische Historiker und Publizist Andrii Portnov. Er sieht die Gefahr, dass die Ukraine weiterhin nicht als politische und kulturelle Einheit verstanden und dem Land wiederholt seine Daseinsberechtigung abgesprochen werden könnte.
Zehn Thesen zur poskolonialen Situation der Ukraine aus der Sicht eines Historikers: Andrii Portnov, der die Professur für „Entangled History of Ukraine“ an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) innehat, formulierte sie auf der Tagung „Dekolonialisierung in Mittel-, Ost- und Südeuropa“ am 26. Juni 2023 in Tutzing.
Woher kommen die Kulturgüter, die sich noch heute im Schloss Tutzing befinden? Wer waren ihre einstigen Besitzer? Ist es möglich, die Herkunft der Kunstobjekte zu klären – vor allem im Hinblick auf die NS-Zeit?
„Die Anfänge der NS-Bewegung im bayerischen Oberland von 1919 bis 1923“ – so lautet der Untertitel der im Allitera Verlag erschienenen Publikation, der eine Tagungskonzeption von Dr. Ulrike Haerendel für die Evangelische Akademie Tutzing zugrunde lag. Am 26. Januar stellten wir das Buch in einer eigenen Veranstaltung vor.
Im Jahr 1947 wurde die Evangelische Akademie Tutzing am Starnberger See gegründet. Über die Jahre entwickelte sie sich zu einer Denkwerkstatt für politische und gesellschaftliche Debatten. Auch historische Momente gab es einige: Warum die Ostpolitik des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt hier ihren Ausgang nahm und was das Kirchenlied „Danke für diesen guten Morgen“ mit der Akademie zu tun hat, erzählt Akademiedirektor Udo Hahn im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) zum 75-jährigen Bestehen.
„Schloss Tutzing ist fast so etwas wie ein Mikrokosmos für das, was sich im Großen und an vielen Stellen im Dritten Reich vollzogen hat“, sagt die Historikerin Dr. Ulrike Haerendel im Gespräch mit Dorothea Grass über die Geschichte des einstigen Schlossbesitzers Hackelsberger – 75 Jahre nach Kriegsende. Eine neue Podcastfolge des „Seefunken“ über ein kurzes, aber wichtiges Kapitel Tutzinger Schlossgeschichte und was sie bis heute bedeutet.
Zwei Tage nach den Wahlen in den USA – also noch inmitten des Wahlkrimis – diskutierte Akademiedirektor Udo Hahn mit „Anstalt“-Autor Dietrich Krauß und dem Historiker Manfred Berg über die Eigenheiten des US-amerikanischen Wahlsystems, ihre Ursprünge und die Zerrissenheit des Landes.
Eine Gedenktafel an der Wand des Schlosses erinnert in unserem Haus an Dr. Dr. Albert Hackelsberger, der Schloss Tutzing 1936 erwarb, aber – nach zwei qualvollen Jahren in Gestapo-Haft – schon 1940 starb. Aus Anlass seines 80. Todestags wollen wir seiner mit einer Andacht und einem Vortrag gedenken.
„Chance Denkmal – Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Unter dem diesjährigen Motto feiern wir eine Premiere: Der Denkmaltag wird digital! Auf unserer Schloss-Homepage und in unseren Social-Media-Kanälen präsentieren wir Ihnen außergewöhnliche Einblicke und Perspektiven, Hintergründiges und Wissenswertes über Schloss Tutzing.
„Schwierige Situationen zu ordnen und das wegweisende Wort zu sprechen, war eine seiner großen Stärken.“ Mit diesen Worten charakterisierte Tobias Bilz, soeben eingeführter Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Johannes Hempel, der am 23. April im Alter von 91 Jahren starb und von 1972 bis 1994 dieses Amt innehatte. Treffender lässt sich Hempel in einem Satz nicht beschreiben. Ich traue mir dieses Urteil zu, denn ich habe meine eigene Geschichte mit dem Landesbischof.
Deutschland in der Stunde Null. Das Land, das zuvor Völkermord und Zerstörung über Europa gebracht hat, liegt im Mai 1945 in Trümmern. Der Neuanfang heißt Nachkriegszeit: Was neu beginnt, trägt die Vergangenheit in sich. Von Januar bis September 2020 widmet sich die Evangelische Akademie Tutzing dem Kriegsende aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.
Gestern besuchte Dr. Min-Mi Hackelsberger-Liang gemeinsam mit ihrer Tochter Dr. Nina Hackelsberger die Akademie. Anlass war das Gedenken an ihren Schwiegervater. Der einstige Besitzer von Schloss Tutzing, Dr. Dr. Albert Hackelsberger, starb am 25. September 1940 in Gestapo-Haft.
Theresa Feldhütter und Benedikt Greif schlüpfen bei der Fischerhochzeit 2017 in die Rolle der Liebenden. Einer der Schauplätze des historischen Spiels ist das Schloss Tutzing.