Vergesellschaftung: Eine vergessene Option im Grundgesetz
Nach Artikel 15 des Grundgesetzes ist es möglich, „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel“ in Gemeineigentum zu überführen.
Nach Artikel 15 des Grundgesetzes ist es möglich, „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel“ in Gemeineigentum zu überführen.
Kapitalismuskritik ist in aller Munde. Die Tagung „Sozialismus – frei, demokratisch und grün?“ diskutierte im Mai 2023 die Vielfalt sozialistischer Ansätze und ihre aktuelle Relevanz.
Wie lässt sich die Systemfrage stellen, die auch Klimaaktivist:innen derzeit ansprechen, wenn sie propagieren: „System Change, not Climate Change!“
Das Stichwort der Resilienz ist in aller Munde. Widerstandskraft soll uns durch schwere Zeiten helfen. Und die Zeiten sind nicht leicht: Kriege, wirtschaftliche Krisen, Klimawandel, Flucht und Hunger, Pandemien bestimmen die täglichen Nachrichten. Wer allerdings denkt, dem Risiko allein durch Resilienz begegnen zu können, begeht einen Fehler, meint die Wirtschaftswissenschaftlerin Mechthild Schrooten. Warum, beschreibt sie in diesem Blogartikel.
Arbeit ist eng verknüpft mit besonderen Wertvorstellungen und Institutionen. Was bislang zu wenig gesehen wird: Arbeit ist klimaschädlich. Würde man Arbeitszeit etwa an verbleibenden CO2-Budgets bemessen, ergäbe sich für jeden erwerbstätigen Menschen in Deutschland eine Wochenarbeitszeit von etwa sechs Stunden, schreibt die Nachhaltigkeitsforscherin Maja Hoffmann in diesem Text. Sie fordert: Menschen, werdet fauler!
SPD, Grüne und FDP sind mit einem großen Versprechen in die Legislaturperiode gestartet: die Neuorientierung der deutschen Volkswirtschaft, hin zur sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Wie die „Ampel“ diesem Anspruch gerecht werden will, wie einschneidend die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ausfallen könnten und wie genau soziale, ökonomische und ökologische Interessen „zusammengedacht“ werden können, dazu nahmen MdB Dieter Janecek (Bündnis90/Die Grünen), MdL Annette Karl (SPD) und MdB Lukas Köhler (FDP) in einer Online-Abendveranstaltung der Akademie Stellung.
Korruptionsfälle und Lobbyverfehlungen bringen es immer wieder an den Tag: Deutschland hat ein Transparenzproblem. Positiv bewerten Anna-Maija Mertens, Geschäftsführerin von Transparency International, und Dietrich Krauß, einer der Autoren der ZDF-Sendung „Die Anstalt“, dass der Gesetzgeber mit dem beschlossenen Lobbyregister endlich gehandelt hat. Im Online-Gespräch mit Akademiedirektor Udo Hahn wird aber auch deutlich, dass die neuen Regelungen nicht weit genug gehen.
Was bringen Utopien? Sie können in einer immer komplexeren Welt eine „heilsame Ordnung“ herstellen – in konkreten Veränderungsprozessen helfen sie jedoch nicht weiter. Dieser Auffassung ist der Soziologe, Organisationsberater und Supervisor Dr. Ronny Jahn. Er fordert: „Mehr Diskurs – weniger Utopie“. Denn erst im im Sichtbarmachen von Unterschieden lernten Menschen kollektiv Konflikte auszutragen.
Bringt die Corona-Krise langfristig mehr Klimaschutz? Das hängt davon ab, wer die politischen Debatten über den Umgang mit den Krisenfolgen bestimmt, schreibt die Politikwissenschaftlerin und Campaignerin Dr. Christina Deckwirth. In ihrem Beitrag über die Corona-Krise und Lobbyismus schärft sie den Blick für die Anliegen von Initiativen wie „Belastungsmoratorien“ oder Kaufprämien für Autos und fordert mehr Transparenz.
Vor kurzem erhielt der Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen den Friedenspreis des deutschen Buchhandels für sein Lebenswerk. Doch was hat Ökonomik eigentlich mit Friedensprozessen zu tun? Studienleiter Martin Waßink erläutert in seinem Beitrag die Hintergründe und schreibt, warum auch er ein Freund der „pluralen Ökonomik“ ist.
Was ist ethisches Handeln im digitalen Kontext und wie beeinflusst dieses die journalistische Arbeit? Wie kann digitale Bildungsgerechtigkeit geschaffen werden und sollte ein Schulfach „Medienkompetenz“ eingeführt werden? Diesen und weiteren Fragen stellte sich Medienethiker und Journalist Jonas Bedford-Strohm im Gespräch mit Joshua Steib, dem Jugendbotschafter der Akademie.
Der coronabedingte Lockdown hat den Ölmarkt auf links gedreht. Die Folgen sind nicht nur in der Wirtschaftslage ersichtlich, sondern treffen auch die Umwelt- und Klimapolitik. Studienleiter Martin Waßink plädiert dafür, gerade jetzt bei der staatlichen Wirtschaftsförderung neben den Digitalisierungsprozessen auch die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in den Fokus zu nehmen. Wie das konkret aussehen könnte, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.
Das Bild des Einzelkämpfers hat ausgedient, meint Studienleiterin Katharina Hirschbrunn. Die Corona-Krise zeigt einmal mehr: Wir alle sind miteinander verbunden und voneinander abhängig. Welche Art von Politik kann dem Rechnung tragen?
Durch die Corona-Krise wird das öffentliche Leben eingeschränkt, die Wirtschaft erlahmt, das Wirtschaftswachstum geht zurück. Die erste Veranstaltung, die die Evangelische Akademie Tutzing aufgrund der Pandemie absagen musste, war die Tagung „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“. Im folgenden Artikel fragt die Mitveranstalterin und Ökonomin Irmi Seidl: Haben Corona-Krise und die Debatte über Postwachstum Berührungspunkte?
Vom 4. bis 6. März 2020 wird es an der Evangelischen Akademie Tutzing um den „Staat in der großen Transformation“ gehen. Für einen offenen Tagungsteil können sich Interessierte um einen Kurzinput bewerben. Einsendeschluss für die Abstracts ist der 16. Dezember.
Unternehmer sollten klarer die ethischen Vorzüge der Sozialen Marktwirtschaft kommunizieren und im politischen Diskurs Stellung beziehen, schreibt der Vorstandsvorsitzende des Roman Herzog Instituts und frühere Unternehmer in einem Gastbeitrag für die Evangelische Akademie Tutzing.