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Zukunft Demenz. Perspektiven für eine älter werdende Gesellschaft

03. – 05. Mai 2024

Tagung reise info Tutzing reise info Ethik & Gesundheit
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Inhalt

2028 IST DER KIPPPUNKT ERREICHT.

Demenz kann jede und jeden treffen – als selbst betroffene Person und als An- und Zugehörige. Die allermeisten erwachsenen Menschen in Deutschland kennen Menschen mit Demenz. Ihre Zahl steigt. Menschen leben immer länger und viele bleiben agil bis ins hohe Alter. Der medizinische Fortschritt geht weiter – an der Demenz scheitert er. Sie lässt sich nicht heilen oder aufhalten, sondern allenfalls verzögern.
Bis ins Jahr 2050 werden nicht mehr knapp 2 Millionen, sondern 2,8 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland leben. Die Sorgeaufgaben müssen neu verteilt werden. Die jüngste Studie der Vereinigung der Pflegenden in Bayern zum Pflegepersonalbedarf zeigt auf, dass spätestens 2028 in Bayern ein Punkt erreicht sein wird, an dem neu ausgebildete Pflegekräfte nicht mehr die ersetzen können, die aus Altersgründen ausscheiden.
Die Studie ist ein Weckruf an Zivilgesellschaft und Politik! Trotz nationaler wie bayerischer Demenzstrategie: Es muss deutlich mehr passieren, um die Sorge und Pflege im nächsten Jahrzehnt und darüber hinaus sicherzustellen. Aber geht es nicht auch um mehr? Menschen mit Demenz sollen nicht nur möglichst professionell gepflegt werden, sondern auch fürsorglich umsorgt sein und ein Leben in der Mitte der Gesellschaft führen können. Wie können demenzsensible Gemeinden, Quartiere und Kommunen diese Teilhabe ermöglichen?
Demenz ist ein vielschichtiges Phänomen. In der Tagung nähern wir uns ihm an: medizinisch, anthropologisch, gerontopsychiatrisch, kultur- und literaturwissenschaftlich. Wir fragen von Seiten der Pflege und des Rechts nach der Demenz und setzen uns künstlerisch und kreativ mit ihr auseinander. Wir nehmen neben Alzheimer auch die Frontotemporale Demenz und die sogenannte Kinderdemenz in den Blick.
Wie kann ein gutes Leben mit Demenz gelingen? Darüber berichten Menschen, die jeden Tag mit demenziell veränderten Menschen arbeiten. Unser Titelbild stammt aus einer Reihe von Bildern, die Menschen mit Demenz gemalt haben und die auf der Tagung teilweise ausgestellt werden. Die Ausstellung macht deutlich: Demenz ist nicht nur der „Abbau kognitiver Fähigkeiten“, sondern setzt auch viel neue Kreativität und Lebensfreude in einem neuen Lebensabschnitt frei. Ganz in diesem Sinne führt uns das Demensch-Trio mit Musik, Zeichnungen und Texten durch einen Samstagabend, der die Bedeutung des Humors als Trotzkraft gegen das, was sich nicht ändern lässt, zum Klingen bringt.
Am Ende fragen wir die Verantwortungsträgerinnen und -träger aus Politik und Gesundheitssystem: Was muss und was wird passieren, damit wir in Zukunft gut miteinander leben können – auch mit Demenz?
Wir freuen uns auf Sie – denken, fragen und reden Sie mit!
Dr. Hendrik Meyer-Magister, Pfarrer; stellv. Direktor und Studienleiter für Gesundheit, künstliche Intelligenz und Spiritual Care
Prof. Dr. Thomas Klie, Jurist und Sozialexperte; Leiter des Instituts AGP Sozialforschung sowie des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung, Freiburg und Berlin
Prof. Dr. Arne Manzeschke, Theologe; Professor für Ethik und Anthropologie an der Evangelischen Hochschule Nürnberg

Mehr zum Thema

Programm

Fr, 03.05.2024 Sa, 04.05.2024 So, 05.05.2024
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Während der Tagung:

„Blickwechsel. Die Kunst der Demenz“

Ausstellung im Foyer der Akademie kuratiert von Dr. Oliver Schultz

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Anreise ab 16.00 Uhr

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Hendrik Meyer-Magister
Prof. Dr. Arne Manzeschke
Prof. Dr. Thomas Klie
19.30 Uhr
„Ein alter Mann ist stets ein König Lear“

Demenz und Vulnerabilität aus kulturgerontologischer Perspektive

Prof. Dr. Ulla Kriebernegg
21.00 Uhr

Begegnungen und Gespräche in den Salons des Schlosses

Veranstaltungsleitung

Dr. Hendrik Meyer-Magister
ehem. Stellvertretender Akademiedirektor / Studienleitung für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care

Referierende

BETEILIGTE
Annette Arand, Dipl.-Sozialpädagogin und staatlich anerkannte Altenpflegerin; Vorständin bei wohlBEDACHT e.V., München
Dr. Julia Arnold, Pfarrerin; Referentin für gottesdienstliche Spiritualität im Gottesdienstinstitut der ELKB, Nürnberg
Marianne Buchegger, BA MSc; Leiterin eines Tageszentrums für Senior:innen der CS Caritas Socialis in Wien, Lehrgangsleitung „Begleiten bei Demenz“ im Kardinal König Haus, Wien
Helga Eger-Geiger, Dipl.-Sozialpädagogin und Case Managerin; Teamleiterin des Gerontopsychiatrischen Dienstes und der Fachstelle für pflegende Angehörige der Diakonie Donau-Ries, Nördlingen
Thomas Eichinger, Jurist; Landrat im Landkreis Landsberg am Lech
Armin Heil, Geschäftsführer und Pflegedienstleiter der Ambulanten Krankenpflege Tutzing e.V.
Bianca Jendrzej, Abteilungsleiterin Begleitung und Pflege der KWA Kuratorium Wohnen im Alter gAG, Unterhaching
Petra Kellermann, zertifizierte Kulturgeragogin; selbstständig tätig im Bereich „Kultur und Alter“, Olching
Prof. Dr. Ulla Kriebernegg, Professur für kulturwissenschaftliche Alterns- und Care-Forschung und Amerikanistin; Leiterin des Zentrums für interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung (CIRAC) an der Uni Graz
Heike von Lützau-Hohlbein, Unternehmerin; langjährige Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Stiftungsgründerin und Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Alzheimer Stiftung, München
Titziana Sandmaier, Leiterin der Region Süddeutschland und Vertreterin der NCL-Stiftung für Fortbildung und Fundraising, Hamburg
Dr. Oliver Schultz, Bildender Künstler und Germanist; Mitherausgeber von „demenz: das Magazin“ sowie wiss. Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Wiesbaden
Dr. Gerthild Stiens, Oberärztin im Gerontopsychiatrisches Zentrum des Behandlungszentrum St. Johannes-Hospital, LVR-Klinik Bonn
Dr. Irmgard Stippler, Volkswirtin; Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, München
Emmi Zeulner, MdB, ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin; Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Kulmbach
DAS DEMENSCHTRIO
Josef Brustmann, bayerischer Kabarettist, Musiker und Lyriker
Peter Gaymann, freier Zeichner am Starnberger See
Thomas Klie, Autor, Starnberg, Freiburg und Berlin

Ort & Infos

Evangelische Akademie Tutzing

Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

Kontakt

Rita Niedermaier
Telefon: 08158 / 251-121
Fax: 08158 / 251-110
niedermaier@eatutzing.de