Trauer um Prof. Dr. Wolfgang Haber
Die Evangelische Akademie Tutzing trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber. Wir erinnern an einen außergewöhnlichen Menschen, Vordenker und Wegbegleiter.
Die Evangelische Akademie Tutzing trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber. Wir erinnern an einen außergewöhnlichen Menschen, Vordenker und Wegbegleiter.
Seit 2014 richtet die Evangelische Akademie Tutzing ihr Umweltmanagement nach dem dem anspruchsvollen europäische System EMAS aus. Jetzt ist die Denkwerkstatt erneut rezertifiziert worden.
Dem Leben auf der Erde dienen – das ist das Anliegen der Klimaaktivistin Mona Bricke. In diesem Beitrag schreibt sie, wie sie ihr Bewusstsein für einen Nachhaltigen Aktivismus entwickelte, was das Konzept der Tiefenzeit für sie bedeutet und warum wir dringend einen „neuen Vertrag mit der Welt, die uns umgibt“, brauchen.

Interview zwischen zwei Tagungen und zwei beruflichen Stationen: Prof. Dr. Kora Kristof leitete viele Jahre die Abteilung „Nachhaltigkeitsstrategien, Ressourcenschonung und Instrumente“ am Umweltbundesamt. Am 1. März 2023 trat sie ihre neue Stelle als Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an und ist aktuell zur Transformationstagung zu Gast an der Evangelischen Akademie Tutzing. Mit Adrian Ganz und Dr. Martin Held sprach sie über Umbrüche, Transformation und die Bedingungen dafür.
Wie lässt sich die Systemfrage stellen, die auch Klimaaktivist:innen derzeit ansprechen, wenn sie propagieren: „System Change, not Climate Change!“
Das Stichwort der Resilienz ist in aller Munde. Widerstandskraft soll uns durch schwere Zeiten helfen. Wer allerdings denkt, dem Risiko allein durch Resilienz begegnen zu können, begeht einen Fehler, meint die Wirtschaftswissenschaftlerin Mechthild Schrooten. Warum, beschreibt sie in einem Blogartikel für die Evangelische Akademie Tutzing.
Die EU-Taxonomie ist ein wichtiges Element in der Strategie der Europäischen Union, um Finanzmittel in nachhaltige Investitionen zu lenken. Ihre Wirkung werde sie jedoch erst mit der Zeit entfalten, meint Karsten Löffler. Er ist Vordenker für eine nachhaltige Finanzwirtschaft und leitet bei der Frankfurt School of Finance & Management das UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance. In seinem Beitrag schreibt Löffler außerdem, warum er eine Erweiterung um eine soziale Taxonomie sowie weitere Abstufungen im Umweltbereich befürwortet.
„Die EU-Taxonomie ist ein schlafender Löwe“, schreibt Karsten Löffler, früherer Vorsitzender des Sustainable-Finance-Beirats der Bundesregierung. Damit meint er: Das Instrument hat großes Potenzial, es muss es nur erst entfalten. Er fordert darüber hinaus eine Erweiterung der EU-Taxonomie um soziale Komponenten sowie weitere Abstufungen im Umweltbereich.
Etwa zwei Hektar bemisst der Schlosspark der Evangelischen Akademie Tutzing – er ist Lebensraum einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Allein der Baumbestand ist eine Kostbarkeit: Mehr als zwanzig Arten, 36 von ihnen nachweislich über 100, vier bis zu 200 Jahre alt, wachsen hier auf dem denkmalgeschützten Anwesen. In dieser Bildergalerie stellen wir zehn unserer Bäume vor.
In der Satiresendung „Die Anstalt“ ging es im Mai um den Klimawandel – und Anstrengungen zur Förderung der erneuerbaren Energien, die seit Jahren ins Leere laufen. In der Online-Debatte zu dieser Sendung sprach Studienleiterin Katharina Hirschbrunn mit Hans-Josef Fell, einem der Väter der EEG-Umlage, und dem Autor Dietrich Krauß.
„Nicht nur über Nachhaltigkeit reden – sondern sie nach innen und außen leben.“ Mit diesem Credo hat Verwaltungsleiterin Annette Findeiß das Umweltmanagement in der Akademie in den letzten Jahren weiterentwickelt und zahlreiche neue Akzente gesetzt. Der Lohn: die erneute Rezertifizierung. Und: Eine Ausstellung dokumentiert erstmals die Umweltarbeit der Akademie seit gut fünfzig Jahren.
Die Nachhaltigkeitsforscherin Maja Hoffmann von der Wirtschaftsuniversität Wien fordert dringend ein Überdenken von Arbeit. In der heutigen Zeit sei Arbeit verknüpft mit besonderen Wertvorstellungen und Institutionen. Was bislang zu wenig beachtet wird: Arbeit ist klimaschädlich. In einem Gastbeitrag für die Evangelische Akademie Tutzing fordert Maja Hoffmann: Menschen, werdet fauler!
Die Evangelische Akademie Tutzing geht bei der diesjährigen „Stadtradeln“-Aktion wieder mit an den Start. 27 Radlerinnen und Radler werden vom 27. Juni bis 17. Juli ihr Bestes geben, um kilometerweise CO2 einzusparen.
Arbeit ist eng verknüpft mit besonderen Wertvorstellungen und Institutionen. Was bislang zu wenig gesehen wird: Arbeit ist klimaschädlich. Würde man Arbeitszeit etwa an verbleibenden CO2-Budgets bemessen, ergäbe sich für jeden erwerbstätigen Menschen in Deutschland eine Wochenarbeitszeit von etwa sechs Stunden, schreibt die Nachhaltigkeitsforscherin Maja Hoffmann in diesem Text. Sie fordert: Menschen, werdet fauler!
Wie werden gesellschaftliche Risiken analysiert und politisch gestaltet? Wie werden Risiken auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen verteilt? Was bedeutet in diesem Zusammenhang Gerechtigkeit und wie kann Resilienz entstehen? Über diese Fragen diskutierten Dr. Boniface Mabanza Bambu, Dr. Pia-Johanna Schweizer und Prof. Dr. Richard Sturn bei einer Online-Veranstaltung am 21.02.2022, die den Auftakt zu einer im April 2023 stattfindenden Tagung bildet. Ein Bericht.
Und welche Ansprüche und Forderungen haben wir an die Stadt? Um Fragen wie diese ging es in der Online-Veranstaltung „Die Macht und die Stadt“ am 11. Februar 2022. Gemeinsam mit Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin der Stadt Aachen, diskutierten Architekt Rainer Hofmann, Dramaturg Matthias Lilienthal, Dominik Piétron von der Humboldt-Universität zu Berlin und Astrid Gabler von der Fuggerei Augsburg über die positiven Aspekte von Macht, die auf die Stadt wirken.
Der Politikwissenschaftler und Betriebsratsmitarbeiter Klaus Mertens ist dafür, regionale und nationale Beiräte zu schaffen, um den Schritt zur sozial-ökologischen Transformation zu bewältigen. Die Transformation betreffe schließlich nicht nur betriebliche und volkswirtschaftliche Entscheidungen, sondern habe auch weitreichende arbeits- und sozialpolitische sowie industriepolitische Dimensionen. Das habe die Pandemie deutlich gezeigt.
Der Politikwissenschaftler Klaus Mertens arbeitet für den Betriebsrat eines großen deutschen Automobilzuliefererbetriebs. In diesem Beitrag beschreibt er, warum es hinsichtlich der sozial-ökologischen Transformation dringend mehr Plattformen für interdisziplinären Austausch bedarf. Die Transformation betreffe schließlich nicht nur betriebliche und volkswirtschaftliche Entscheidungen, sondern habe auch weitreichende arbeits- und sozialpolitische sowie industriepolitische Dimensionen. Das habe die Pandemie deutlich gezeigt.

„Metals matter! Metalle nachhaltiger nutzen“ hieß die Tagung, bei der sich Anfang November Teilnehmende aus Wirtschaftsverbänden und von Unternehmen, Personen aus der Wissenschaft sowie Interessierte trafen, um mehr über eine gelingende Kreislaufwirtschaft zu erfahren. Eine zentrale Frage dabei lautete: Wie kann eine Ressourcenwende dazu beitragen, die Pariser Klimaziele zu erreichen? Manche der dabei diskutierten Maßnahmen wie etwa ein neues Recycling-Label fanden sich kurz darauf auch im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wieder. Ein Tagungsbericht.
„Zuschauen ist keine Option“, meint Gastautor Fabian Scheidler. Der Berliner Publizist und Dramaturg ist Autor mehrerer Bücher, die sich mit den Wurzeln globaler Krisen beschäftigen. In diesem Text zeigt er Auswege aus der Gesellschafts- und Biosphärenkrise auf und erläutert, warum „destruktive Subventionen“ abgeschafft werden müssen, weltweit alle entscheidenden Instanzen aufgefordert sind, gemeinsam zu agieren und warum es darüber hinaus neue rechtliche Rahmenbedingungen braucht.

Von weiten Teilen der globalen Bevölkerung unbemerkt sterben weltweit immer mehr Tier- und Pflanzenarten aus, mit weitreichenden Konsequenzen für Mensch und Umwelt. Woran das liegt, welchen Einfluss dabei der einzelne Mensch nehmen kann und welche Rolle der Verzicht spielt, darüber sprach Akademiedirektor Udo Hahn in einer Online-Diskussion mit einem der Autoren der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“, Dr. Dietrich Krauß, und dem Biologen Dr. Steffen Scharrer.
Über kaum ein Molekül wird derzeit mehr diskutiert als über Kohlendioxid. Negativ ist der Ruf des Konfliktstoffs: Die Verminderung von CO2-Emissionen gilt als zentrale Maßnahme, um menschliche Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren. Dabei wird oft vergessen, dass CO2 auch Baustein allen Lebens ist. Anfang Oktober widmeten wir uns in Kooperation mit acatech und dem Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften u.a. der Frage, ob und wie CO2 einen Imagewandel vom Abfall und „Klimakiller“ zum nützlichen Rohstoff vollziehen kann.
Wie umgehen mit der Klimakatastrophe? Schnelles, effektives Handeln sowie sozial-ökologische Transformationsprozesse sind jetzt unumgänglich, wobei dem Bereich der Bildung – umfassend verstanden und neu gedacht – eine zentrale Rolle zukommt. In ihrem Statement für den AEEB-Newsletter (Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung) formulierte Studienleiterin Katharina Hirschbrunn fünf Forderungen für eine transformative Bildung hin zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit. Hier können Sie den Text nachlesen.
Deutschland ist nicht „Recyclingweltmeister“, sondern bestenfalls „Sammelweltmeister“. Das meint Christian Hagelüken, der in einem Unternehmen für Materialtechnologie- und Recycling tätig ist. Er plädiert dafür, Rohstoffe zielgerichtet zu gebrauchen statt zu verbrauchen. Um eine Kreislaufwirtschaft zu implementieren, die über das reine Recycling herausgeht, benötige man eine Überarbeitung der Abfallgesetzgebung.
Die Akademie möchte mit dem Parkgelände, das Schloss Tutzing umgibt, eine Insel der Biodiversität schaffen.
Die Europäische Union will bis 2050 klimaneutral sein. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln: Wenn bis 2030 keine weitreichenden Emissionsminderungen erreicht werden, wird das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu erreichen sein. Die politischen Entscheidungsträger sollten daher nicht nur Ziele setzen, sondern mutige und wirksame politische Maßnahmen durchsetzen, die Gerechtigkeit und Wohlergehen in den Vordergrund stellen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom ZOE Institut für zukunftsfähige Ökonomien schildern in diesem Blogbeitrag, warum die mit dem Lebensstil zusammenhängenden Emissionen sowie die Verteilungseffekte dabei von zentraler Bedeutung sind.
Die angehende Ökologin Saskia Ostner untersucht die Rolle, die Grünanlagen in bebauten Gebieten spielen können und ist überzeugt: „Parks sind Inseln der Biodiversität“. Im Interview mit Dorothea Grass berichtet sie von ihren Untersuchungen im Schlosspark.
Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Teilhabe, Demokratie, digitaler Wandel – und das Aufarbeiten der Corona-Pandemie. In ihrem neuen Jahresprogramm geht die Evangelische Akademie Tutzing die großen Fragen unserer Zeit an und sucht dabei auch die Querverbindungen zwischen Themen und Menschen aus unterschiedlichsten Richtungen.
Die ökologischen Krisen offenbaren nicht nur die menschliche Verletzlichkeit, sie weisen zugleich auch auf unsere unhintergehbare Verbundenheit mit der Natur hin. Was folgt daraus – für unser Fühlen, Denken und Handeln? Dieser Frage ging ein Online-Gesprächsabend mit dem Politikwissenschaftler und Ethnologen Geseko von Lüpke nach. Das Video ist nun auf unserem YouTube-Kanal abrufbar. Hier lesen Sie den Veranstaltungsbericht.
„Here it is, mein Kommentar zum Zukunfts-Lab.“ Unsere Akademie-Mentee Nathalie Mysliwczyk hat die Zukunfts-Lab-Tagung 2020 mit vorbereitet und moderiert. Die Themen der Tagung beschäftigen sie auch noch im Nachgang: Zero Waste Lifestyle, Minimalismus und Social Media etwa. Warum das so ist, schreibt sie hier.
Am 25.09.2020 lud das Evangelische Bildungswerk Regensburg zusammen mit der Evangelischen Akademie Tutzing zu einem Nachmittag des „guten Geldes“ ein. Diese Veranstaltung drehte sich um die Leitfrage, inwiefern Geld mehr als Materielles sein und das Richtige bewirken könne. Im Bericht von Studienleiter Martin Waßink lesen Sie die Einzelheiten.
Der Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hat sozial-ökologische Problemlagen wie unter einem Brennglas verdeutlicht. Während im Sommer und frühen Herbst viel daran gesetzt wurde, gesellschaftliche Prozesse wieder hochzufahren, kamen in der Evangelischen Akademie Tutzing Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über ein „Zurück zur Normalität“ nach der Krise hinauszudenken.
Kann Digitalität dem Gemeinwohl dienen? Das war die große Frage, auf die das „Zukunfts-Lab: GreenTech, Digitalität, Umweltpolitik & Ethik“ im Juli Antworten suchte. Etwa 30 Jugendliche diskutierten unter anderem über ethische Richtlinien für Technologisierung und Nachhaltigkeit sowie darüber, wie junge Menschen regional, in Deutschland, in Europa und weltweit mitgestalten können.
Die Corona-Pandemie – sie könnte „vielleicht heilsam“ sein. Richard Mergner, der Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern, formuliert üblicherweise mit deutlichen Worten seine Position. Sein Urteil über die Bedeutung der Pandemie ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
Der coronabedingte Lockdown hat den Ölmarkt auf links gedreht. Die Folgen sind nicht nur in der Wirtschaftslage ersichtlich, sondern treffen auch die Umwelt- und Klimapolitik. Studienleiter Martin Waßink plädiert dafür, gerade jetzt bei der staatlichen Wirtschaftsförderung neben den Digitalisierungsprozessen auch die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in den Fokus zu nehmen. Wie das konkret aussehen könnte, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.
Durch die Corona-Krise wird das öffentliche Leben eingeschränkt, die Wirtschaft erlahmt, das Wirtschaftswachstum geht zurück. Die erste Veranstaltung, die die Evangelische Akademie Tutzing aufgrund der Pandemie absagen musste, war die Tagung „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“. Im folgenden Artikel fragt die Mitveranstalterin und Ökonomin Irmi Seidl: Haben Corona-Krise und die Debatte über Postwachstum Berührungspunkte?
Der Biofleisch-Pionier und Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit der Evangelischen Akademie Tutzing war er eng verbunden.
Die Schöpfung zu bewahren ist auch eine biblische Idee und Nachhaltigkeit der Evangelischen Akademie Tutzing seit jeher ein Anliegen: Durch Umwelttagungen und konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement will sie einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein in der Gesellschaft leisten. Auch im Tagungsprogramm ab September wird es wieder zahlreiche Veranstaltungen zu Umweltthemen geben.

Wie steht es um den Denkmalschutz? Welche Nachhaltigkeitsziele lassen sich umsetzen? Und wie kann das Thema pädagogisch und öffentlich gut vermittelt werden? Ein Rückblick auf die Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing mit dem Denkmalnetz Bayern in Rothenburg ob der Tauber vom 30.11.-2.12.2018.
EMAS ist das Premium-Umweltmanagement-Label der Europäischen Union. Es handelt sich dabei um ein Instrument, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Der Evangelischen Akademie Tutzing wurde jetzt das EMAS-Zertifikat im Zuge einer Rezertifizierung des Umweltmanagements bestätigt.