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	<title>Evangelische Akademie Tutzing</title>
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	<title>Evangelische Akademie Tutzing</title>
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		<title>Menschenwürde, Demokratie und Zivilgesellschaft stärken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2026 11:47:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Akademien in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgliederversammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. (EAD) haben auf ihrer Mitgliedversammlung in Bad Boll eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Titel: "Menschenwürde, Demokratie und Zivilgesellschaft stärken. Für eine offene Gesellschaft, Freiheit, Gerechtigkeit und Vielfalt."</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/menschenwuerde-demokratie-und-zivilgesellschaft-staerken/">Menschenwürde, Demokratie und Zivilgesellschaft stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den Wahlerfolgen der AfD befürchten die Evangelischen Akademien in Deutschland e. V. (EAD) einem weiteren Rechtsruck. <a href="https://www.evangelische-akademien.de/publikation/pressemitteilung-menschenwuerde-demokratie-und-zivilgesellschaft-staerken-fuer-eine-offene-gesellschaft-freiheit-gerechtigkeit-und-vielfalt/" target="_blank" rel="noopener">Auf ihrer Mitgliedversammlung vom 2.-4. November 2026 in Bad Boll haben sie nachfolgende Erklärung verabschiedet</a>:</p>
<p><em>„Die Evangelischen Akademien wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und der Schoah gegründet. Ihre Aufgabe ist es, Menschenwürde, Demokratie und Zivilgesellschaft zu stärken und für eine offene Gesellschaft, Freiheit, Gerechtigkeit und Vielfalt dauerhaft und nachhaltig einzutreten. Sie setzen sich gegen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus ein.</em></p>
<p><em>Ziele und Ideologie der radikalen Rechten und ihrer Netzwerke sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Die Grundsätze der Evangelischen Akademien schließen eine Zusammenarbeit mit der AfD und den ihr nahestehenden Organisationen aus.</em></p>
<p><em>In einer möglichen rechtsextremen Regierungsübernahme sehen wir demokratische Institutionen und Prinzipien sowie die plurale Zivilgesellschaft bedroht. In dieser Situation sollten Maßnahmen ergriffen werden, bestehende Strukturen zu stabilisieren, dass rechtsextreme Einflussnahme erschwert wird. Zugleich müssen eine unabhängige Justiz, Verwaltung, politische Bildung, Wissenschaft und Medien rechtlich und institutionell robust abgesichert und die dort Beschäftigten unterstützt werden, demokratische Standards auch unter politischem Druck aufrechtzuerhalten. Unsere Solidarität gilt allen, die sich gegen Rechtsextremismus sowie für Menschenwürde, Demokratie und Rechtstaatsprinzipien einsetzen – u. a. Menschen mit Migrationsgeschichte, Engagierten vor Ort, Kulturschaffenden.</em></p>
<p><em>In der aktuellen Debatte über die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen empfehlen wir, eigene Themen zu setzen, anstatt ausschließlich auf die extreme Rechte zu reagieren. Demokratische Akteur:innen sollten positive Vorstellungen einer lebenswerten Gesellschaft formulieren und Demokratie mit konkreten Alltagserfahrungen verbinden. Demokratie muss als praktischer Gewinn und Möglichkeit gesellschaftlicher Mitgestaltung erfahrbar werden.</em></p>
<p><em>Wir ermutigen deshalb alle Menschen zu Vertrauensbildung, Kompromissbereitschaft und Kooperation innerhalb des demokratischen Lagers, um die politischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen zu können.</em></p>
<p><em>Wir machen uns stark für langfristige horizontale und vertikale Solidaritätsstrukturen: Partnerschaften zwischen Ost und West, Stadt und Land und bundesweiten Fachverbänden. Dies gilt auch für den Zusammenhalt der Evangelischen Akademien in Ost- und Westdeutschland.</em></p>
<p><em>In unserer Arbeit bleiben wir nicht bei der Analyse von gesellschaftlichen Realitäten und Missständen stehen. Vielmehr wollen wir den Sinn fürs Mögliche wecken und dabei die Zuversicht hochhalten, dass sich Entwicklungen zum Besseren verändern lassen. Wir sind überzeugt, mit dieser Haltung einen Beitrag zur Stärkung und Widerstandsfähigkeit demokratischer Kultur zu leisten. Dazu gehört, unterschiedliche oder entgegengesetzte Interessen, Widersprüche, ungleiche Machtpositionen und plurale Identitäten auf Augenhöhe zu formulieren und zu verhandeln.“</em></p>
<p>Im Dachverband „Evangelische Akademien in Deutschland e. V.“ (EAD) sind 15 Evangelische Akademien zusammengeschlossen. Sie bieten Diskurs- und politische Bildungsangebote zu aktuellen Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Religion, Kultur und Wissenschaft. <strong>Weitere Informationen unter: <a href="https://www.evangelische-akademien.de" target="_blank" rel="noopener">https://www.evangelische-akademien.de</a></strong></p>

<p><strong>Kontakt: </strong>Mark Medebach<br />
Bereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit und politische Bildung</p>
<p><strong>Foto:</strong> Mitgliederversammlung der Evangelischen Akademien in Deutschland vom 2.-4. November in Bad Boll. Das Foto zeigt Direktorinnen und Direktoren sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/menschenwuerde-demokratie-und-zivilgesellschaft-staerken/">Menschenwürde, Demokratie und Zivilgesellschaft stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<title>Einblicke in die Tagung „Sicherheit und Resilienz“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2026 22:20:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Resilient]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was hat sich verändert seit der „Zeitenwende“? Damit beschäftigte sich die Tagung „Sicherheit und Resilienz“ vom 2.-4. Oktober 2026 und beleuchtete dabei Aspekte aus Sicherheitsforschung, Bevölkerungsschutz, Friedensethik und Psychologie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/einblicke-in-die-tagung-sicherheit-und-resilienz/">Einblicke in die Tagung „Sicherheit und Resilienz“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet die „Zeitenwende“ für unsere Sicherheit in Deutschland sowie die Resilienz von Staat, Gesellschaft und persönlich? Den Eröffnungsvortrag zur Tagung hielt <strong>Prof. Dr. mont. Dr.-Ing. habil. Eva-Maria Kern</strong>, MBA, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München. Sie ging auf grundlegende Veränderungen ein und erörterte fünf Aspekte: die Erweiterung unseres Sicherheitsverständnisses, die veränderte Zielrichtung moderner Angriffe, die wachsende Bedeutung von Resilienz, die neue strategische Rolle der Sicherheits- und Verteidigungsforschung, die explizit auch die Bedeutung von Konfliktforschung zur Konfliktentschärfung und -vermeidung enthält, sowie die Notwendigkeit gemeinsamer Vorbereitung. Im Anschluss wurden diese Fragen ausführlich im Plenum diskutiert.</p>
<p>Wie Sicherheit neu zu denken ist, darauf ging das Panel mit Oberst a.D. <strong>Reinhold Janke </strong>ein, dem „Mastermind“ der inneren Führung der Bundeswehr, da er sämtliche Führungskonzepte der Bundeswehr wesentlich entwickelte und verantwortete. Ebenfalls auf dem Panel:<strong> Prof. Peter Bradl </strong>(Leitung Institut Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement IREM-THWS, Nürnberg sowie Institutsleitung THWS Business School, Würzburg), der auf den Bevölkerungsschutz einging. <strong>Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh</strong>, Präsidiumsmitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) erweiterte die Expertise der Forschungsperspektive, unter anderem zum Umgang mit der sogenannten Zivilklausel. <strong>Prof. Dr. Jörg Hübner</strong>, Pfarrer, Professor für Systematische Theologie und Sozialethik in Tübingen, Mitglied des Friedensethischen Redaktionsteams der EKD sowie 2013 bis 2023 Direktor der Evangelischen Akademie Bad Boll, ging auf die Friedensdenkschrift der EKD ein, die 2025 unter dem Titel „Welt in Unordnung“ erschien.  Er machte dabei deutlich, dass Bildungseinrichtungen wie Evangelische Akademien als „Schulen der Hoffnung“ einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs leisten.</p>
<p>Ausgehend von der neuen gesellschaftlichen Situation wurde die Frage nach einer lebenswerten Gesellschaft für junge Menschen und ihrem Beitrag erörtert mit Erfahrungen und Perspektiven aus der Evangelischen Jugend (mit <strong>Kai Langer</strong> und <strong>Ilona Schuhmacher)</strong>, der Arbeitswelt (mit <strong>Maximilian Grill)</strong> wie auch aus der kommunalen Praxis (mit <strong>Dr. Felix Kempf</strong>, Erster Bürgermeister von Planegg). Das Begleitangebot der Evangelischen Kirche für junge Menschen, die einen Fragenbogen von Verteidigungsministerium erhalten, wurde als bespielgebend und zukunftsweisend auch über den kirchlichen Bereich hinaus angesehen. Hier können sich junge Menschen ergebnisoffen dazu beraten lassen, in welcher Form sie einen Betrag für die Gesellschaft leisten wollen – sei es durch den Wehrdienst oder auch Zivil- bzw. Ersatzdienst in Blaulichtorganisationen.</p>
<p>Mit hoher fachlicher Expertise wurde die Stärkung von Resilienz in Staat und Gesellschaft in Workshops thematisiert: zur Stärkung der Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen mit <strong>Dr. Marco Krüger</strong>, zum Bevölkerungsschutz und Ehrenamt mit <strong>Prof. Peter Bradl</strong> und <strong>Dr. Fritz-Helge Voß</strong>, zur wirtschaftlichen Basis technologischer Unabhängigkeit mit <strong>Prof. Bernhard Grill</strong> und zu Forschung, Innovation und Bildung mit <strong>Prof. Wolfgang Dorner (</strong>Zentrum für angewandte Forschung / Institut für angewandte Informatik der TH Deggendorf) und <strong>Corina Welsch</strong> (Zentrum für akademische Weiterbildung, Deggendorf). Um nur zwei Aspekte aus den Workshops zu nennen: Eine wirtschaftliche Basis ist wesentliche Voraussetzung für technologische Unabhängigkeit, die angesichts der politischen Entwicklungen nötiger anzustreben ist denn je. In Krisenfällen den Hilfsorganisationen nicht im Weg zu stehen, indem man selbst Vorsorge trifft, um die ersten Tage eines Stromausfalls etc. gut zu überstehen, war eine für die Teilnehmenden wichtige Erkenntnis. Informationen dazu liefert auch eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.</p>
<p>Resilienzforscherin <strong>Dr. Donya Gilan</strong> stellte in ihrem Vortrag neueste Erkenntnisse zu kollektiver und persönlicher Resilienz vor. Resilienz fragt: Was trägt uns, wenn Schutz unvollständig bleibt und Unsicherheit fortbesteht? Neben den drei grundlegenden Aspekten – psychisch gesund zu bleiben, gemeinsam zu handeln und den institutionellen Bedingungen – ging Donya Gilan auch auf politische Aspekte ein. Sie teilte Erkenntnisse einer internationalen Untersuchung, nach denen Bedrohungserfahrungen für politische Präferenzen relevant sein können. Demokratische Resilienz verlangt deshalb, Handlungsfähigkeit und Kontrolle zusammenzudenken: Krisenentscheidungen müssen nachvollziehbar begründet, verhältnismäßig und überprüfbar bleiben. Aktive Beteiligung an Bürgerdialogen kann die wahrgenommene Reaktionsbereitschaft der Politik verbessern. Eine demokratische Neutralität ist Gilan zufolge eine unterschätzte Gefahr: neutral zu sein könne ähnliche Folgen haben, wie antidemokratische Kandidaten ausdrücklich zu unterstützen. Aus Sicht der Resilienzforschung kann die demokratische Antwort auf Unsicherheit nicht das Versprechen vollständiger Kontrolle sein. Sie ist vielmehr die begründete Erfahrung, dass gemeinsames Handeln möglich ist, Unterstützung ankommt und Entscheidungen korrigierbar bleiben.</p>
<p>Gilans These: Wer über gesellschaftliche Widerstandskraft spricht, muss auch über die Verteilung von Belastungen sprechen. Wie wir Krisen bewältigen, hängt wesentlich davon ab, welche Handlungsmöglichkeiten Menschen tatsächlich haben und wie verlässlich Unterstützung sie erreicht.</p>
<p>Doch wie sieht Resilienz ganz praktisch aus? Darum ging es im Abschlusspanel mit dem Landespfarrer der bayerischen Johanniter, <strong>Michael Thoma</strong> sowie der Militärseelsorgerin <strong>Katarina Freisleder</strong>. Auf dem Panel sowie in der anschließenden Debatte mit dem Publikum wurden mehrere Beispiele genannt: für Mitarbeitende von Hilfsorganisationen sind das Füreiander-Dasein und begleitende Gespräche über erlebte Belastungen ebenso wichtig wie die Beachtung von Grenzen der jeweiligen Belastbarkeit, um die Handlungsfähigkeit der Helferinnen und Helfer zu gewährleisten. Die seelsorgliche und resilienzstärkende Begleitung von Soldatinnen und Soldaten reicht von der Unterstützung bei Beziehungsproblemen aufgrund längerer Einsätze bis hin zu Gewissenfragen im Umgang mit Schuld, einschließlich der von der wissenschaftlichen Referentin hervorgehobenen resilienzstärkenden Kraft des Glaubens.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/einblicke-in-die-tagung-sicherheit-und-resilienz/">Einblicke in die Tagung „Sicherheit und Resilienz“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<title>Psychische Gesundheit fördern: eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2026 15:33:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog-Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Psychische Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Ehring]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Prävention und Behandlung psychischer Störungen stehen derzeit unter starkem Druck. Angesichts geplanter Einsparungen im Gesundheitssystem wächst die Sorge, dass sich bestehende Versorgungslücken weiter verschärfen. Thomas Ehring, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der LMU München, plädiert dafür, gerade jetzt in psychische Gesundheit zu investieren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/psychische-gesundheit-foerdern-eine-zentrale-gesellschaftliche-aufgabe/">Psychische Gesundheit fördern: eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<title>50 Jahre Beutelsbacher Konsens</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 10:19:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog-Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Beutelsbacher Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[Junges Forum]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im November 1976 fand im beschaulichen Remstal eine Fachtagung statt, die Bildungsgeschichte schreiben sollte. 50 Jahre später gelten die Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses auch über den Politikunterricht an Schulen hinaus. Hier schreibt Junges Forum-Studienleiterin Julia Wunderlich, was die Prinzipien für die Bildungsqualität bedeuten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/50-jahre-beutelsbacher-konsens/">50 Jahre Beutelsbacher Konsens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Tagungen zu konzipieren, durchzuführen und zu evaluieren – das ist meine tägliche Arbeit als Studienleiterin. Die Evangelische Akademie Tutzing ist seit bald 80 Jahren eine Bildungsakteurin – mit bayernweitem Auftrag, bundesweit und international anerkannt. Tagungen, die ein Wochenende umfassen, spielen neben Studientagen und anderen Praxisformaten eine zentrale Rolle. Das Ziel: Meinungsbildung möglich zu machen – zum Selberdenken anleiten, die eigene Urteilskraft stärken, politische Themen diskutieren, streiten und Lösungen finden wollen. Im Jungen Forum biete ich ebenso Tagungen an, speziell für Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Zudem konzipiere ich spezielle Studientage für junge Menschen im Kindergartenalter, für Grundschulkinder, für Zielgruppen wie Konfirmand:innen oder für junge Lehrkräfte, also Young Professionals. Das Gemeinsame ist die Didaktik der politischen Bildungsveranstaltungen. In der politischen (Jugend-) Bildung setzt der Beutelsbacher Konsens den Rahmen. Im November 2026 feiert dieses didaktische Prinzip ihr Jubiläum. Seit 50 Jahren prägt der Beutelsbacher Konsens die politische Bildungsarbeit, ob für Erwachsene, junge Erwachsene oder Kinder.</p>
<p><strong>Die „intellektuelle Gründung“ der Bundesrepublik im Jahr 1976</strong></p>
<p>Der Beutelsbacher Konsens ist das Grundprinzip für die politische Bildung. Politikdidaktiker verfassten dieses Regelwerk im Ort Beutelsbach in Baden-Württemberg im Jahre 1976. Die damalige politische Polarisierung seit 1968 wirkte sich auch auf die politische Bildung aus, so der Politikwissenschaftler und christliche Sozialethiker Bernhard Sutor (1). Der Streit um die politischen Positionen von links bis rechts nahm zu. Es ging um die „intellektuelle Gründung“ der Bundesrepublik Deutschland, auch mit der Wirkung der Frankfurter Schule, so Sutor. Bei der damaligen Polarisierung um linke und rechte Positionen erinnert manches an heutige Entwicklungen.</p>
<p>Mitte der 1970er Jahre lautete die Frage: Wie lässt sich zwischen konservativer und linker Didaktik ein Konsens finden? In der Situation einer verhärteten Frontstellung der Konzepte lud Siegfried Schiele, damals neu gekürter Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Vertreter aus den zerstrittenen „Lagern“ im November 1976 in den schwäbischen Ort Beutelsbach zu einer Tagung ein. Sie  diskutierten, wie politische Themen in der Bildung aufbereitet sein sollten.</p>
<p>Drei Gestaltungsprinzipien entstanden daraus. Sie sollen verhindern, dass Unterricht zur Indoktrination wird. Der Beutelsbacher Konsens wurde für den Schulkontext formuliert, kam aber in den Jahren darauf in der gesamten politischen Bildungungslandschaft zur Anwendung – unabhängig  vom Alter der Lernenden. Die drei Gestaltungsprinzipien für politische Bildung nach dem Beutelsbacher Konsens sind (2):</p>
<p><strong>1. Überwältigungsverbot (Indoktrinationsverbot): </strong>Lehrkräfte dürfen Schüler:innen nicht mit ihrer Meinung überrumpeln. Das Ziel muss sein, Schüler:innen zu befähigen, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden.</p>
<p>Auch im außerschulischen Bildungsbereich gilt dieses Prinzip. In Veranstaltungen des Jungen Forums der Akademie bedeutet das Überwältigungsverbot für mich ganz konkret zum Beispiel, Tagungen so zu moderieren, dass meine persönliche politische Meinung außen vor bleibt. Kein Teilnehmer, keine Teilnehmerin soll sich bevormundet fühlen.</p>
<p><strong>2. </strong><strong>Kontroversitätsgebot: </strong>Wissenschaft und Politik sind komplex. Deshalb gibt es zu allen betreffenden Themen kontroverse Diskussionen. Diese Kontroversität muss sich auch in der Bildung abbilden, so dass immer verschiedene Positionen und Sichtweisen aufgezeigt und angeboten werden.</p>
<p>In meiner Arbeit bedeutet das: Tagungen dürfen keine versteckte Agenda haben. Es geht darum, dass Debatten, etwa über die Modernisierung des Wehrdienstes, von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Ich achte darauf, dass Vertreter.innen unterschiedlicher Institutionen oder Gruppierungen mit verschiedenen Funktionen und Sichtweisen eingeladen werden. Dann ist eine Tagung kontrovers und ausgewogen.</p>
<p><strong>3. Schüler.innenorientierung (Partizipationsorientierung):</strong> Die Lernenden sollen in den Bildungsangeboten befähigt werden, die jeweilige politische Situation zu analysieren und dadurch ihre eigenen Interessen und Bedarfe heraus zu arbeiten. Das Ziel ist Selbstwirksamkeit, damit Menschen sich in politische Debatten einbringen und eigene Interessen vertreten können.</p>
<p>Die Partizipationsorientierung ist ein zentraler Aspekt für mich. Meine Zielgruppe für die Tagungen und Veranstaltungen in der Evangelischen Akademie Tutzing ist jung. Das bedeutet für mich, viel Diskussionsraum anzubieten. Vor allem Workshops und praktische Einheiten, wie politisches Improvisationstheater, das Schreiben eigener Poetry Slam-Texte oder Comics zu politischen Fragen, können junge Menschen motivieren, eigene Wege zum politischen Mitgestalten zu finden und diese auch zu gehen.</p>
<p><strong>Die Kunst, anderer Meinung zu sein</strong></p>
<p>Mich beeindruckt am Beutelsbacher Konsens, wie in aufgeheizten Zeiten 1976 die Verständigung gesucht wurde. Der Dissens lag und liegt in Wissenschaft und Politik in der Natur der Sache. Und damit auch in der politischen Bildung. Laut Bernhard Sutor ging es im Beutelsbacher Konsens um „Regeln für die pädagogische Praxis, die unter einem öffentlichen Auftrag steht“ (2,3). Dies war der Minimalkonsens.</p>
<p>Polarisierung ist kein neues Phänomen. Dissens ebenso wenig. Meinungsvielfalt ist inmitten der breiten politischen Gemengelage gewollt und nötig. 50 Jahre nach dem Verfassen des Beutelsbacher Konsenses ist er für mich relevanter denn je. Es bleibt eine Kunst, anderer Meinung zu sein. Und es ist eine Kunst, die alle lernen können.  Bei Meinungsverschiedenheiten trotzdem und gerade deshalb im Gespräch zu bleiben und einen Konsens zu finden – das ist die Vollendung dieser Kunst.</p>
<p><strong>Zuversicht statt Angst </strong></p>
<p>Neben den Gestaltungsprinzipien der politischen Bildung sind Räume für den Diskurs nötig. Räume, die Sicherheit geben können Unsicherheit in politischen Themen aushaltbar machen. Ob in Schulen, Universitäten oder außerschulischen Räumen wie denen unserer Akademie, bieten diese Räume Sicherheit zum freien Denken. Dissens und Krisen können Ängste auslösen. Sichere Räume können umso mehr dafür sorgen, dass Zuversicht und Wege der Mitgestaltung, Lösungen und Alternativen sichtbar werden.</p>
<p>Der Beutelsbacher Konsens ist für mich ein relevantes Werkzeug, um Bildungsqualität gerade in herausfordernden Zeiten hochzuhalten – für eine resiliente Gesellschaft. <a href="https://www.eatutzing.de/veranstaltung/alles-wird-gut/" target="_blank" rel="noopener">„Alles wird gut“</a> lautet der Titel eines Jugend-Studientags im Jungen Forum im Januar 2027. Mit rund 80 Jugendlichen werden wir Themen wie Zuversicht, Mut und Optimismus aus politischer  und interreligiöser Perspektive  auf den Grund gehen.  Der Titel „Alles wird gut“ soll für eine Haltung  stehen, die den Teilnehmer:innen als Motivation in unsicheren Zeiten für das neue Jahr mitnehmen können.</p>



<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>(1) Bernhard Sutor: Politische Bildung im Streit um die „intellektuelle Gründung“ der Bundesrepublik Deutschland, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb: Reihe Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), 2002</p>
<p>(2) Online-Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung: „Beutelsbacher Konsens“ <a href="https://www.bpb.de/die-bpb/ueber-uns/auftrag/51310/beutelsbacher-konsens/">https://www.bpb.de/die-bpb/ueber-uns/auftrag/51310/beutelsbacher-konsens/</a>, 07.04.2011</p>
<p>(3) Siegfried Schiele/Herbert Schneider (Hrsg.): Konsens und Dissens in der politischen Bildung, Stuttgart 1987</p>



<p><a href="https://www.eatutzing.de/mitarbeiter/julia_wunderlich/">Die Autorin ist Studienleiterin für Jugendbildung und Jugendpolitik (Junges Forum) an der Evangelischen Akademie Tutzing.</a></p>


<p>Bild: Studienleiterin Julia Wunderlich gab im September 2026 während des Tags der offenen Tür Einblicke in ihre Arbeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/50-jahre-beutelsbacher-konsens/">50 Jahre Beutelsbacher Konsens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<item>
		<title>Vierfache Amtseinführung in der Evangelischen Akademie Tutzing</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/vierfache-amtseinfuehrung-in-der-evangelischen-akademie-tutzing/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 07:21:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amtseinführung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei neue Mitglieder in der Studienleitung und eine neue stellvertretende Akademiedirektorin wurden am 12. Oktober 2026 in der Evangelischen Akademie Tutzing feierlich in ihr Amt eingeführt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/vierfache-amtseinfuehrung-in-der-evangelischen-akademie-tutzing/">Vierfache Amtseinführung in der Evangelischen Akademie Tutzing</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Berufung von Pfarrerin Dr. Barbara Hepp (Medizin &amp; Gesundheit, Spiritual Care und Persönlichkeitsentwicklung), Pfarrer Hans-Martin Gloël (Theologie, Interreligiöser Dialog, Gesellschaft, Politik) und Pfr. Reiner Schübel (Theologie, Interreligiösen Dialog, Ökumene und Gesellschaft) an die Evangelische Akademie Tutzing sind im Kollegium der Studienleiterinnen und Studienleiter alle Stellen wieder besetzt. Akademiedirektor Udo Hahn dankte dem Träger, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, für diese Entscheidung. Diese Unterstützung ermögliche im laufenden Entwicklungsprozess „Stabilität im Übergang“. Gegenwärtig werde an einem Konzept gearbeitet, das den Auftrag der Akademie über 2030 hinaus sichern soll. Dazu gehört, dass die Evangelische Akademie Tutzing und die Evangelische Stadtakademie München enger zusammenarbeiten. So sind die Leiterin der Stadtakademie, Dr. Barbara Hepp, und Hans-Martin Gloël mit je einer halben Stelle in München und Tutzing tätig.</p>
<p>In einem feierlichen Gottesdienst wurde darüber hinaus Annette Findeiß in ihr Amt als stellvertretende Akademiedirektorin eingeführt. Seit 2015 leitet sie die Verwaltung der Akademie und ist seitdem auch Mitglied der Dienststellenleitung. Die vierfache Amtseinführung stellt eine Premiere in der Akademiegeschichte dar – darauf verwiesen sowohl Akademiedirektor Pfarrer Udo Hahn als auch Cornelia Spehr, die Vorsitzende der Mitarbeitendenvertretung.</p>
<p>In seinem Grußwort ging Kuratoriumsvorsitzender Peter Küspert, früherer Präsident des Oberlandesgerichts München und des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, auf das 80. Jubiläum der Bayerischen Verfassung am 26. Oktober ein und zog eine Parallele zur Akademie. Menschenwürde und Toleranz, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, Solidarität und Gemeinwohl seien dieselben Grundideen, an denen sich die Arbeit der Akademie orientiere, so Küspert. „Wenn man es pointiert formulieren will, betreibt die Akademie eine Art zivilen Verfassungsschutz, allerdings ohne die konspirative Anmutung, die Verfassungsschützer sonst gerne pflegen, dafür aber aus christlicher Verantwortung.“</p>
<p>Die Akademie komme dieser Aufgabe nach, „indem sie gesellschaftliche Veränderungen analysiert, unterschiedliche Perspektiven zu kontroversen Zeitfragen anbietet und das Aushandeln von Lösungen fördert. Vor allem aber bringt sie Menschen zum persönlichen Gespräch und zum konstruktiven Austausch zusammen.“ Küspert weiter: „In einer Zeit, in der öffentliche Debatten gereizt wie selten zuvor verlaufen, in der viel zu oft Emotion Argument schlägt, sind die Rückbesinnung auf das Gespräch als demokratische Tugend und deren Pflege wichtiger denn je. Es braucht das sachliche und wertschätzende Ringen um Positionen innerhalb der Zivilgesellschaft, nicht das Zuschreien eigener Gewissheiten und Identitäten.“</p>
<p>Udo Hahn stellte in seiner Predigt einen Vers des Apostels Paulus in den Mittelpunkt: „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden…“ (Römer 5,5a). Hoffnung, so Hahn, sei ein hohles Wort geworden. Wer aktuell von Hoffnung spreche, könne dies nur mit Blick auf die vielfältigen Krisen. Jeder zuversichtliche Gedanke pralle an den individuellen Wunschvorstellungen ab. Die Hoffnung, von der die Bibel spreche, blende die Realitäten des Lebens nicht aus und vertröste nicht aufs Jenseits. „Sie ist eine Kraft, die – wie auch die Liebe – sich nicht aufschieben lässt, sondern im Hier und Jetzt wirken will“, betonte Udo Hahn. In der Evangelischen Akademie Tutzing werde seit fast achtzig Jahren Hoffnung praktiziert, gelebt, gebetet und gearbeitet, als hofften alle, die hier zusammenkommen. Und es werde miteinander diskutiert, als gäbe es noch Aussicht auf Einigung. Das sei nicht spektakulär, weil es erst einmal ums Zuhören gehe, etwa den Betroffenen sexualisierter Gewalt. Oder ums Wahrnehmen, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in der Zivilgesellschaft engagierten. So sei für viele die Evangelische Akademie Tutzing ein „Zentrum gesellschaftlicher Hoffnung“ – geprägt von der Haltung des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer: „Mag sein, daß der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“</p>
<p>Kirchenrat Karsten Schaller zitierte in seinem Grußwort Martin Luther, der davon sprach, dass das Leben kein Sein, sondern ein Werden ist. Auch Annette Findeiß und die drei neuen Mitglieder der Studienleitung erlebten an diesem Abend ein „Werden“ in neuen Aufgaben und Rollen, so Schaller. Er sagte weiter: „Zugleich geht es bei der Akademie wie auch der Kirche immer um ein Werden: die Frage, wie wir heute unserem Auftrag am besten gerecht werden können. Hier ist die Evangelische Akademie Tutzing gerade in einem Denkprozess, wie sie selbst gut in die Zukunft gehen kann. Solche Prozesse sind nie ganz einfach und manchmal auch mühsam.“ Schaller wünschte allen Beteiligten dazu Gottes Segen und das Vertrauen, dass aus diesem Werden auch etwas Gutes wachsen kann, weil Gott selbst mit seinem Segen dabei ist.</p>
<p>Auch Pfr. i.R. Frank Kittelberger, Vorsitzender des Freundeskreises der Akademie, überbrachte Glück- und Segenswünsche und zitierte dabei den Philosophen und Theologen Johann Amos Comenius mit den Worten: „Alles fließe aus eigenem Antrieb, Gewalt sei fern den Dingen.“</p>


<p><strong>Aufmacherbild:</strong><br />
Gottesdienst zur Amteseinführung im Musiksaal der Akademie: Das Bild zeigt Akademiedirektor Udo Hahn, seine Stellvertreterin und Verwaltungsleiterin Annette Findeiß sowie die drei neuen Studienleiter und Pfarrer: Reiner Schuebel, Barbara Hepp und Hans-Martin Gloël. (v.l.n.r.)</p>
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		<title>Baro Gabbert eröffnet Tagung zu Klima und Recht</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/baro-gabbert-eroeffnet-tagung-zu-klima-und-recht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 10:24:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse-Info]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baro Vicenta Ra Gabbert, Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit bei Greenpeace, wird am Wochenende in der Evangelischen Akademie Tutzing die Tagung „Recht in ökologischen Krisenzeiten“ eröffnen. Die Juristin, die darüber hinaus die Rechtsberatung Climate Clinic e.V. mitbegründet hat, spricht am Abend des 16. Oktober 2026 zum Thema „Keine Zukunft ist auch keine Lösung: Die Rolle des Rechts im ökologischen Wandel.“</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Baro Vicenta Ra Gabbert, Sprecherin für sozial-ökologische Gerechtigkeit bei Greenpeace, wird am Wochenende in der Evangelischen Akademie Tutzing die Tagung „Recht in ökologischen Krisenzeiten“ eröffnen. Die Juristin, die darüber hinaus die Rechtsberatung Climate Clinic e.V. mitbegründet hat, spricht am Abend des 16. Oktober 2026 zum Thema „Keine Zukunft ist auch keine Lösung: Die Rolle des Rechts im ökologischen Wandel.“</p>
<p>Gabbert hatte in einem <a href="https://www.eatutzing.de/recht-in-oekologischen-krisenzeiten-hoffnungsschimmer-oder-illusion/">Blogbeitrag für die Akademie</a> gemeinsam mit der „Lawyers For Future“-Juristin Ulrike Jürschik auf die Diskrepanz zwischen den juristischen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und politischer Praxis hingewiesen. Dabei hatten sie drei zentrale Hebel des Rechts aufgezeigt: die Verankerung von Zielen und Leitbildern, die Verteilung von Ressourcen sowie das Bereitsstellen von Aushandlungsräumen.</p>
<p>Der Spiegel zählte Baro Gabbert 2025 zu den „100 Menschen, die Hoffnung machen“; Capital zu den „Deutschlands Top 40 unter 40“.</p>
<p>Die Tagung „Recht in ökologischen Krisenzeiten“ findet vom 16.-18. Oktober in der Evangelischen Akademie Tutzing statt und lotet in Workshops und Vorträgen die Potenziale des Rechts angesichts ökologischer Krisen aus. Kooperationspartner der Akademie sind Lawyers for Future e.V., die Selbach-Umwelt-Stiftung sowie Green Legal Impact Germany e.V.</p>
<p><a href="https://www.eatutzing.de/veranstaltung/recht-in-oekologischen-krisenzeiten/"> Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/baro-gabbert-eroeffnet-tagung-zu-klima-und-recht/">Baro Gabbert eröffnet Tagung zu Klima und Recht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<title>Ein Sonntag voller Begegnungen, Debatte und Musik</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/tag-der-offenen-tuer-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 10:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der offenen Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für ihren Tag der offenen Tür am 27. September 2026 bot die Evangelische Akademie ein breites Programm aus inhaltlichen Impulsen, Führungen sowie Kulturbeiträgen mit Lokalkolorit. Zur Bildergalerie</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/tag-der-offenen-tuer-2026/">Ein Sonntag voller Begegnungen, Debatte und Musik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Große Fragen in kleinen Gesprächsformaten – an einem Ort mit Geschichte. Unter dem Motto „Denken ins Offene“ hatte die Akademie am 27. September 2026 zum Tag der offenen Tür eingeladen. Bei sommerlichen Temperaturen kamen etwa 900 Menschen zu Besuch ins Schloss um sich ein besonderes Sonntagnachmittagsprogramm nicht entgehen zu lassen: Spaziergänge durch den Park mit dem Blick auf glitzerndes Wasser und Bergpanorama, Impulse aus der Tagungsarbeit der Akademie und zur Geschichte von Schloss Tutzing, musikalische Einlagen aus Tutzing und Umgebung sowie der obligatorische Kaffee und Kuchen.</p>
<p>Seit fast 80 Jahren widmet sich die Evangelische Akademie Tutzing gesellschaftspolitischen Debatten. Aktuell ist es ein Team aus acht Studienleiterinnen und Studienleiterin, die sich neben Akademiedirektor Udo Hahn um die inhaltliche Gestaltung des Angebots kümmern. Beim Tag der offenen Tür gab das Kollegium Einblicke in ihre Arbeit. Die Bandbreite reichte von Religion über Social Media bis zu Demokratie, Wirtschaft und Lebensende. Das Publikum zeigte bei jedem der Kurzimpulse und Debatten ein hohes Interesse – sowohl an den Themen, als auch am Austausch dazu.</p>
<p>Die beiden Pfarrer und Studienleiter Hans-Martin Gloël (Referat für Theologie, Interreligiöser Dialog, Gesellschaft, Politik) und Pfarrer Reiner Schübel (Referat für Theologie, Interreligiöser Dialog, Ökumene und Gesellschaft) luden dazu ein, eine Viertelstunde der Frage „Religion im öffentlichen Raum – aber wie viel?“ nachzugehen. Dabei kamen mehrere Themen zur Sprache, die unmittelbar zu Austausch anregten: Wie verteilen sich die Religionszugehörigkeiten in Deutschland? Wie viele Angehörige christlichen, jüdischen oder muslimischen Glaubens leben hierzulande? Warum dürfen in (manchen) bayerischen Schulen Kreuze hängen, während das in anderen Bundesländern nicht so ist? Das Publikum stimmte mit Ampelkarten zu Schätzfragen ab und ging direkt in die Debatte.</p>
<p><strong>Einblicke in die Tagungsarbeit – am See und in der Rotunde</strong></p>
<p>„Manosphere, Looksmaxxing und die rote Pille – Jungen begleiten im Zeitalter von Social Media“ – so lautete der Titel der Diskussion mit Alix Michell, Studienleiterin für Kunst, Kultur, Digitales und Gender. Sie steckt aktuell in der Vorbereitung zu einem Gesprächsformat zu dem Thema und interessiert sich für weitere Sichtweisen und Impulse. Im Austausch mit dem Publikum ging es zunächst um Begriffsklärungen und die aktuellen Phänomene auf Social Media: Was bedeutet Manosphere eigentlich? Und was könnte ein massives Interesse an Muskelaufbau bei Teenagern mit mädchenabwertenden Sprüchen und TikTok zu tun haben? Was sind Red-Pill-Communities, Alphamänner und Incels? Und wann werden Vorstellungen über Geschlechterrollen zu einem Weltbild? 2027 wird Alix Michell dazu eine Gesprächsreihe für Eltern und Begleitungen von Jungen im Teenageralter anbieten.</p>
<p>Julia Wunderlich, Studienleiterin für Jugendpolitik und Jugendbildung im Jungen Forum lud ein, in einer „Politikwerkstatt light“ auf der Löwenterrasse der Akademie den Wehrdienst früher und heute zu diskutieren. Ausgehend von dem Wehrdienstmodernisierungsgesetz 2025 (freiwilliger Wehrdienst ab 1.1.26) und einem verpflichtendes Gesellschaftsjahr stellte sie die Frage: Welche Form von Wehrdienst braucht Deutschland? Dabei berichtete sie auch aus ihrer Tagungsarbeit, die vor allem auf junge Menschen zielt. Ihre Erfahrung: Das Thema polarisiert. „90 Prozent der Jugendlichen haben eine Meinung dazu.“, berichtet Julia Wunderlich. Die Aussagen gingen von kompletter Ablehnung eines Wehrdienstes bis hin zur kategorischen Verteidigung des Dienstes an der Waffe. Beim Gespräch mit dem Sonntagspublikum kamen weitere, generationenübergreifende Perspektiven und persönliche Erfahrungsberichte hinzu, die auch auf das Thema Resilienz innerhalb von Gesellschaften hinleiteten. Eine wichtige Erkenntnis bei der polarisierten Debatte: im Austausch zu bleiben – über die eigene Filterblase hinaus.</p>
<p>Dr. Nadja Bürgle, Studienleiterin für Soziales und Bildung, Wirtschaft, Arbeitswelt und nachhaltige Entwicklung hatte für die Besucherinnen und Besucher einen interaktiven Impuls mit dem Titel „Psychologie trifft Politik: Wie Sinn im Leben Demokratie stärkt“ vorbereitet. Wie Sinnkrisen auf die Psyche wirken können, zeigte sie anhand des Beispiels von Mohammed Atta, einem der Selbstmordattentäter vom 11. September 2001. Er gilt als Koordinator des Terroranschlags, der fast 3000 Menschen das Leben kostete. Nadja Bürgle fragte: Wie wurde dieser Mann zu einem Terroristen? Und welche Rolle spielt Sinn dabei? Sie zeichnete den Lebensweg eines Menschen nach, der nach außen zwar gut integriert und beruflich erfolgreich wirkte, innerlich aber zu kämpfen hatte. Es fiel ihm schwer, soziale Kontakte aufzubauen. Die Lebensweise des Westens irritierte den gebürtigen Ägypter. In Deutschland fühlte er sich entfremdet und entwurzelt. Er schottete sich ab, radikalisierte sich und wurde schließlich einer der Drahtzieher der Anschläge des 11. September. In einem Schaubild zeigte Nadja Bürgle, wie Zugehörigkeit, Orientierung, Begreifbarkeit und Bedeutsamkeit auf das Sinnerleben der Menschen einzahlen und Einfluss auf Gesellschaften und – bei Mangel – auf ihre Extremismusanfälligkeit haben. Sie verwies auf ihre neue Tagungsreihe „Psychologie trifft Politik“, die im November 2026 startet und tiefer in die Problematik eintaucht.</p>
<p><strong>Ort des gesellschaftspolitischen Diskurses – seit fast 80 Jahren</strong></p>
<p>„‘Das gute Leben‘ für alle und was das mit Wirtschaft zu tun hat“. Diesen Titel trug der Impuls von Studienleiterin Katharina Hirschbrunn, die in ihrem Referat die Themen Wirtschaft, Arbeitswelt und nachhaltige Entwicklung betreut. Sie setzte sich im Austausch mit dem Publikum mit dem Thema Lebensqualität auseinander. Ein großer Begriff, der in Gesundheit, sozialen und familiären Netzwerken, einem selbstbestimmten Leben, gesellschaftlichen Engagement, einem friedlichen Zusammenleben und einer gesunden Umwelt konkret wird. Dem stellte sie Daten zum Wirtschaftswachstum in verschiedenen Ländern gegenüber. Inwieweit hat beides miteinander zu tun? Und wie kann es gelingen, dass jeder Mensch Lebensqualität erfährt? Auch hier war das Interesse des Publikums lebhaft zu spüren.</p>
<p>Als letzter inhaltlicher Punkt des Tages hatte Pfarrerin Dr. Barbara Hepp, Direktorin der Evangelischen Stadtakademie München und in der Evangelischen Akademie Tutzing Studienleiterin für Medizin &amp; Gesundheit, Spiritual Care und Persönlichkeitsentwicklung zu einem Gespräch mit der Hospizfachkraft Ulrike Zielonka geladen. Titel: „Das Beste zum Schluss? Perspektiven auf ein gutes Lebensende“. Darin ging es unter anderem um die Bedürfnisse von Menschen ihn ihrem letzten Lebensabschnitt, um die Arbeit von Hospizen, Therapien und palliative Versorgung und den Umgang der Angehörigen mit dem Lebensende einer nahestehenden Person. Im Gespräch wurde klar: Das Thema geht jeden Menschen etwas an, sei es in der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit, als Angehörige(r), Freund, Freundin oder interessierte Person.</p>
<p>Die Führungen durch Schloss und Park waren ein weiteres Highlight des Tags der offenen Tür. Gleich drei verschiedene Varianten bot die Akademie an: Führungen für Kinder, Führungen zur Akademie- und Schlossgeschichte sowie Einblicke in das Nachhaltigkeitskonzept der Akademie, das Verwaltungsleiterin und stellvertretende Akademiedirektorin Annette Findeiß mit einer Führung durch den Park verband. Dabei ging sie auf die Nachhaltigkeitsverantwortung der Akademie ein, in der die Inhalte des eigenen Tagungsangebots mit der eigenen Verantwortung als Institution Hand in Hand gehen. Was können wir weiter verbessern? Das ist die Frage, die sich Annette Findeiß auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit in ihrer Arbeit stellt. Das regelmäßige Überprüfen von Zielen mithilfe Kennzahlen gehört dazu – wie sich auch <a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/07/Nachhaltigkeitsbericht_2026_Stand_Juni_web.pdf" target="_blank" rel="noopener">im neuesten Nachhaltigkeitsbericht nachlesen</a> lässt.</p>
<p><strong>Musik und Tanz mit Lokalkolorit</strong></p>
<p>Akademiedirektor Udo Hahn geleitete die Besucher durch das Schloss in den Musiksaal und gab in seiner Führung einen Eindruck über die bald 80-jährige Akademiegeschichte – und die wechselvolle Zeit davor – als Schloss Tutzing Patriziern, Grafen, Kunstmäzenen, Unternehmern und Verlegern gehörte.</p>
<p>Henrik Zeisberg, Helfer im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und Léon Benoît, Schüler im FOS-Praktikum, hatten sich extra Touren für die kleinsten Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür ausgedacht. Stationen hierbei waren zum Beispiel das Rednerpult in der Rotunde (um das Thema Reden und Debatten kennenzulernen), der Schlosspark (um mehr über Umwelt und Natur zu erfahren) oder auch der Musiksaal der Akademie (um zu verstehen, warum es nicht Sissi, sondern Königin Therese I. ist, die auf dem großen Gemälde im Saal abgebildet ist).</p>
<p>Für Schwung sorgte der Tutzinger Chor Blue Notes mit seinem Gesang im Schloss-Innenhof. Hier führte auch die Tutzinger Gilde – alt und jung – ihre historischen Tänze auf, die sie zuletzt bei der Tutzinger Fischerhochzeit im Sommer 2026 gezeigt hatte. Beeindruckend war das Vibrato der Alphörner auf der Wiese vor der Schlossterrasse. Mit See und Bergpanorama im Hintergrund waren sechs Bläserinnen und Bläser aus Dießen mit ihren meterlangen Holzinstrumenten angereist, um ein Konzert zu geben. Harmonisch, im Einklang mit der Natur und der Umgebung, umgeben von Interesse und Zusammensein. – Ein Bilderbuchtag in der Geschichte der Akademie!</p>
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		<title>Nachlese zur Tagung „Die verdammte Macht“</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/nachlese-zur-tagung-die-verdammte-macht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2026 09:03:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[sexualisierte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[Tutzing]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kooperationstagung der Evangelischen Akademie Tutzing, der Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und des Büros des Landesbischofs fragte im Januar 2025 nach einem transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Macht in der Kirche.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/nachlese-zur-tagung-die-verdammte-macht/">Nachlese zur Tagung „Die verdammte Macht“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dokumentation zur Tagung „Die verdammte Macht“ am 27. und 28. Januar 2025</strong></p>
<p>Sexualisierte Gewalt ist, auch in der Kirche, immer mit dem Missbrauch von Macht verbunden. Macht wird in der Evangelischen Kirche allerdings oftmals unterschätzt oder verharmlost. Mit betroffenen Personen und Vertreter:innen aus Kirche, Wissenschaft und Politik rückte die Tagung „Die verdammte Macht“ am 27. und 28. Januar 2025 dieses Thema in den Fokus. Die Kooperationstagung der Evangelischen Akademie Tutzing, der Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und des Büros des Landesbischofs fragte, wie Macht in der Kirche transparent und verantwortungsvoll gestaltet werden kann.</p>
<p><strong>Schriftlich zur Verfügung gestellte Wortbeiträge können Sie hier nachlesen:</strong></p>
<ul>
<li><u><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/ANSELM_Die-taetige-Verantwortung.pdf" target="_blank" rel="noopener">Prof. D</a></u><u><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/ANSELM_Die-taetige-Verantwortung.pdf" target="_blank" rel="noopener">r. Reiner Anselm: Die tätige Verantwortung.</a></u></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/DIMBATH_Ueberlegungen-zur-hilflosen-Institution.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Prof. Dr. Oliver Dimbath: Überlegungen zur hilflosen Institution</u></a></li>
<li><u>Prof. Dr. Jörg Fegert</u>: Bei Interesse an der Präsentation senden Sie eine E-Mail an <a href="&#109;&#x61;&#105;&#x6c;&#116;&#x6f;&#58;&#x62;o&#x6e;g&#x65;r&#x73;&#64;&#101;&#x61;&#116;&#x75;&#116;&#x7a;&#105;&#x6e;&#103;&#x2e;d&#x65;">&#98;&#x6f;&#110;&#x67;&#101;&#x72;&#115;&#x40;&#101;&#x61;&#116;&#x75;&#116;&#x7a;&#105;&#x6e;&#103;&#x2e;&#100;&#x65;</a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/KOPP_Macht-und-Kirche-aus-kirchenleitender-Sicht.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Landesbischof Christian Kopp: Macht und Kirche aus kirchenleitender Sicht</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/KRAPP_Ein-Jahr-nach-der-ForuM-Studie_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Karin Krapp: Ein Jahr nach der ForuM-Studie (Panel)</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/MEYER_Reflexion-der-Tagung-.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Dr. Lukas Meyer: Reflexion der Tagung</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/MERLE_Bedingungen-von-Machtmissbrauch-und-theologische-Herausforderungen.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Prof. Dr. Kristin Merle: Bedingungen von Machtmissbrauch und theologische Herausforderungen</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/PUSCH_Ein-Jahr-nach-der-ForuM-Studie_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Dr. Martin Pusch: Ein Jahr nach der ForuM-Studie (Panel)</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/ROSS_Ein-Jahr-nach-der-ForuM-Studie_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Anne Ross: Ein Jahr nach der ForuM-Studie (Panel)</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/SCHOLZ_Sichere-Raeume-in-der-Kirche-schaffen_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Malte Scholz: Sichere Räume in der Kirche schaffen (Panel)</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/SCHWARZ_Sichere-Raeume-in-der-Kirche-schaffen_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Matthias Schwarz: Sichere Räume in der Kirche schaffen (Panel)</u></a></li>
<li><a href="https://www.eatutzing.de/wp-content/uploads/2026/10/TRIEBEL_Ein-Jahr-nach-der-ForuM-Studie_Panel.pdf" target="_blank" rel="noopener"><u>Gabriele Triebel MdL: Ein Jahr nach der ForuM-Studie (Panel)</u></a></li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="https://www.eatutzing.de/veranstaltung/die-verdammte-macht/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Das Programm der Tagung können Sie hier abrufen.</strong></a></p>

<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/nachlese-zur-tagung-die-verdammte-macht/">Nachlese zur Tagung „Die verdammte Macht“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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		<title>„Ich habe mich oft wie Forrest Gump gefühlt“</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/ich-habe-mich-oft-wie-forrest-gump-gefuehlt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wunderlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 06:58:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog-Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Sparwasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Politikwerkstatt im Oktober wird Sabine Sparwasser digital zugeschaltet sein. Die frühere Diplomatin war bis 2024 Botschafterin in Kanada. Im Interview mit Studienleiterin Julia Wunderlich spricht sie über den Handelskrieg zwischen Kanada und der USA, Fehler und Errungenschaften der deutschen Außenpolitik und über die Kraft der Diplomatie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/ich-habe-mich-oft-wie-forrest-gump-gefuehlt/">„Ich habe mich oft wie Forrest Gump gefühlt“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/ich-habe-mich-oft-wie-forrest-gump-gefuehlt/">„Ich habe mich oft wie Forrest Gump gefühlt“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mut für Politik: Wie die Politikwerkstatt Vertrauen in die Zukunft schafft</title>
		<link>https://www.eatutzing.de/mut-fuer-politik-wie-die-politikwerkstatt-vertrauen-in-die-zukunft-schafft/</link>
					<comments>https://www.eatutzing.de/mut-fuer-politik-wie-die-politikwerkstatt-vertrauen-in-die-zukunft-schafft/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[eat_grass]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 06:35:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Politikwerkstatt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.eatutzing.de/?p=23609</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie viel Vertrauen braucht Demokratie? Wem vertrauen wir in Zeiten globaler Krisen, digitaler Umbrüche und wachsender Unsicherheit? Wie können alle Politik aktiv mitgestalten? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigten sich rund 80 Tagungsgäste zwischen 16 und 27 Jahren in der Politikwerkstatt im Juni.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.eatutzing.de/mut-fuer-politik-wie-die-politikwerkstatt-vertrauen-in-die-zukunft-schafft/">Mut für Politik: Wie die Politikwerkstatt Vertrauen in die Zukunft schafft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.eatutzing.de">Evangelische Akademie Tutzing</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Politikwerkstatt fand unter dem Titel „Wehrpflicht, Digitaler Euro und Graffiti“ vom 12. bis 14. Juni 2026 in Kooperation des Jungen Forums der Evangelischen Akademie Tutzing und der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit statt. Ein ganzes Tagungswochenende lang drehte sich alles um Vertrauen in die Demokratie, internationale Sicherheitslagen, den neuen Wehrdienst und die Frage, wie junge Menschen in einer digitalisierten Welt politisch handlungsfähig bleiben und mitwirken können. In Vorträgen, Workshops und kreativen Formaten wurden Standpunkte ausgetauscht, es wurde viel diskutiert und sich gegenseitig ermutigt. Die Debatte um den deutschen Wehrdienst, die wachsende Rolle Künstlicher Intelligenz und die politische Instabilität vieler Länder – selten waren tiefgreifende politische und gesellschaftliche Fragen so unmittelbar spürbar wie heute. Die Tagung bot an, tieferliegende politische Linien hinter den täglichen Nachrichten über Gewalt und geopolitische Spannungen zu erkennen und zu fragen, was man tun kann.</p>
<p><strong>Partizipation und Demokratie: „Ihr könnt die Welt verändern“</strong></p>
<p>Politisches Engagement kann vielseitig sein und auch viel bewirken. Das Tagungswochenende machte deutlich, dass Partizipation ein Schlüssel sein kann für mehr Demokratie, Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit. Eine Bandbreite an Themen, die über das gesamte Wochenende präsent waren (wie Klimaschutz, Mobilität, Wohnraum, Finanzen, Jugendbeteiligung und Gendergleichheit) konnte zum Abschluss der Tagung mit drei Politiker:innen diskutiert werden. Philine Blees, CSU, Bürgermeisterin von Obermaiselstein, Abuzar Erdogan, SPD, Oberbürgermeister von Rosenheim und Daniela Groß, Bündnis 90/Die Grünen, Landrätin des Landkreises Landsberg am Lech, wurden bei der Kommunalwahl im März 2026 neu gewählt. Die drei Politiker:innen konnten somit aus unterschiedlichen Blickwinkeln und politischen Werdegängen ihre Erfahrungen teilen, aber auch inhaltliche Themen mit den Teilnehmenden diskutieren.</p>
<p>Komplexe Themen werden auch auf Kommunalebene bearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass jede Region unterschiedliche Herausforderungen aufweist, wodurch die Politiker:innen auf der kommunalen Ebene ganz individuell Probleme bewältigen. Philine Blees verwies am Beispiel der öffentlichen Verkehrsanbindung in ihrer touristisch geprägten Gemeinde auf die Stärke der Kommunalpolitik. Diese orientiere sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und sei daher sehr wirkungsvoll. Abuzar Erdogan und Daniela Groß machten auf die angespannte Haushaltslage aufmerksam. Dadurch sei der Ausbau von Infrastruktur letztlich „eine Geldfrage“. Erdogan betonte jedoch: „Wir müssen bereit sein, Geld zu investieren“. Finanzielle Herausforderungen waren themenübergreifend präsent. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die finanzielle Lage angespannt sei. Trotz dessen können jedoch wirkungsvolle Maßnahmen umgesetzt werden und manche Investitionen seien unumgänglich.</p>
<p>Auch bezogen auf den Klimaschutz nannten die drei Politiker:innen konkrete Projekte in ihren Kommunen. Sie sahen aber auch übergeordnete Probleme, die eine Kommune allein nicht lösen kann. Auch hier ist die Finanzierung oft ein Dämpfer. Resignation sei deshalb aber keine Option, wie Daniela Groß sagte: „Ich bin ein großer Fan von Zuversicht: wir können das schaffen.&#8220; Kommunalpolitik umfasst nicht nur weitreichende Problemfelder, sondern auch Chancen und lokale Traditionen, die Menschen vor Ort verbinden. Manch lustige Anekdote wurde mit den Teilnehmenden geteilt. Allen drei Politiker:innen sei die Nähe zu den Menschen besonders wichtig, ihnen zuzuhören und somit auch nahbare Politik zu machen. Dabei sei die Parteizugehörigkeit gerade auf kommunaler Ebene oftmals nicht entscheidend.</p>
<p>Die Beteiligung junger Menschen an der Politik, wie beispielsweise durch Jugendparlamente oder innovative Formate, stärke die politische Meinungsbildung und die Demokratie. Jugendbeteiligung kann ein Schlüssel sein, bereits in jungem Alter viel zu bewirken. Dazu muss aber auch die Repräsentation junger Menschen in politischen Gremien weiter ausgebaut werden, ebenso die Repräsentation von Frauen. Abuzar Erdogans Worte richteten sich direkt an die jungen Teilnehmenden: „Ihr könnt die Welt verändern“.</p>
<p><strong>We(h)rdienst: Was bedeutet das neue Gesetz für die junge Generation?</strong></p>
<p>Eben diese Wichtigkeit der Beteiligung junger Menschen an politischen Debatten wird aktuell am Thema Wehrdienst besonders deutlich. Dieses Schwerpunktthema der Politikwerkstatt wurde am Samstag ausführlich diskutiert.</p>
<p>Eine verfassungsrechtliche Einordnung von Prof. Dr. Andreas Funke des Instituts für Rechtsphilosophie und Allgemeine Staatslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lieferte eine Grundlage und einen breiten Blick auf das aktuell brisante Thema. Er zeigte auf, wie eng Fragen von Freiheit, Sicherheit und gesellschaftlicher Verantwortung miteinander verknüpft sind. „Die Verfassung sagt nicht, wie wir unsere Streitkräfte organisieren müssen“, erklärte Prof. Funke. „Sie sagt nur, dass wir welche brauchen.“ Der neue Wehrdienst, der ab 2026 greift, knüpft an historische Traditionen an, verändert sie aber zugleich. Grundsätzlich gilt weiterhin eine Wehrpflicht für Männer ab 18 Jahren. Eine tatsächliche Dienstpflicht entsteht jedoch erst, wenn der Bundestag einen Spannungs- oder Verteidigungsfall feststellt oder wenn die freiwilligen Meldungen nicht ausreichen. In diesem Fall könne ein Losverfahren entscheiden.</p>
<p>In der anschließenden Diskussionsrunde rückten vier zentrale Konfliktlinien in den Fokus: die Gleichbehandlung von Männern und Frauen, die Ausschöpfung des Einberufungspotenzials, die Fairness eines Losverfahrens und die Berücksichtigung individueller Härtefälle. An diesen Beispielen wurde deutlich, dass die Verfassung zwar den Rahmen vorgibt, die konkrete politische Füllung dieses Rahmens jedoch die Aufgabe des Gesetzgebers bleibt. Der Austausch von unterschiedlichen Argumenten und Lebensrealitäten regte die Teilnehmenden zum Nachdenken an, viele unterschiedliche Perspektiven wurden geteilt und erörtert.</p>
<p><strong>Ecuador: Demokratie im Überlebenskampf</strong></p>
<p>Der Blick wurde aber nicht nur auf das eigene Land gerichtet, sondern auch auf ein Land, das ganz andere Probleme zu bewältigen hat: Ecuador. Wann wird staatliche Instabilität zur Gefahr für demokratische Strukturen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Andrés González, Politikwissenschaftler und Direktor Académico. Er schaltete sich am Freitagabend aus Quito zur Tagung zu. Ecuador galt lange als vergleichsweise ruhige Demokratie zwischen Kolumbien und Peru. Jedoch prägen heute Gewalt und organisierte Kriminalität das gesellschaftliche Zusammenleben. Dr. González beschrieb eindringlich, wie sich die Sicherheitslage verschärft hat. „Wir haben hier nicht irgendwelche Gangs, die etwas stehlen“, sagte er. „Wir haben es mit international organisierten kriminellen Netzwerken zu tun, die mehr Personal haben als der Staat.“ Besonders besorgniserregend sei der institutionelle Vertrauensverlust. Ein in Ecuador weit verbreiteter Satz fasst das Problem zusammen: „Why hire a lawyer, if you can buy a judge?“ Für Dr. González ist dieser Spruch weniger Ironie als Beschreibung eines Systems, in dem rechtsstaatliche Verfahren an Glaubwürdigkeit verloren haben. Die Folge: Die Jugend interessiere sich kaum noch für Politik: „Viele haben die Hoffnung aufgegeben.“, so Dr. González.</p>
<p><strong>Politik praktisch: Vom Rhetorik-Training bis zum Graffiti</strong></p>
<p>Am Samstagnachmittag wechselte die Politikwerkstatt bewusst die Perspektive: In Workshops wurde Politik praktisch erfahrbar. Ob beim Training von Rhetorik-Skills mit André Vollrath, in der Politikberatung für junge Engagierte mit Demokratietrainer Daniel Wagner oder bei Fragen zu Wasser- und Ressourcenschutzes mit Pascal Rösler und seinem Team von „Pure Water for Generations e.V.“. Bei den Angeboten ging es darum, selbst aktiv zu werden und eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu entdecken. Auch unkonventionellere Ausdrucksformen fanden ihren Platz: Maximilian Welz von „Die Bunten e.V.“ zeigte beim jugendpolitischen Graffiti, wie Kunst im öffentlichen Raum als kraftvolles politisches Statement wirken und gesellschaftliche Missstände sichtbar machen kann.</p>
<p><strong>„Echte Kunst ist echt – und niemals künstlich“</strong></p>
<p>Ein emotionaler Höhepunkt war das Eintauchen in die poetische Welt von Lotta Emilia. Sie ist deutschsprachige Vizemeisterin im Poetry Slam. Mit ihren Texten am Samstagabend nahm sie die Teilnehmenden mit in ihre Welt zwischen kreativem Schreiben, Bühne und gesellschaftlichen Debatten. „Meine Texte sind persönlich, aber nicht privat“, erklärte sie. Emilia betonte, dass Kunst für sie vor allem ein Mittel sei, um echte Verbindungen zwischen Menschen zu schaffen. Politische und gesellschaftliche Themen, das eigene Selbstbild, Wünsche, Träume und Mut verarbeitet sie in ihren einzigartigen Texten sehr kunstvoll.</p>
<p>Besonders leidenschaftlich wurde die Diskussion beim Thema Künstliche Intelligenz. Emilia gab zu bedenken, dass durch Künstliche Intelligenz der menschliche Prozess des Suchens, Zweifelns und Formulierens verloren gehe – und damit auch die Tiefe der Aussage. Schreiben bedeute, den eigenen Gedanken eine Form zu geben und sich verletzlich zu zeigen. „Wenn du nichts zu sagen hast, dann lass es“, lautete einer ihrer Ratschläge. Ihr Appell war eindeutig: In einer digitalen Welt ist Authentizität das wichtigste Gut. Lotta Emilia ließ keinen Zweifel: „Echte Kunst ist echt – und niemals künstlich.“</p>
<p><strong>Ein Raum für Gemeinschaft und freien Meinungsaustausch </strong></p>
<p>Die Politikwerkstatt lebte auch von dem, was zwischen den Zeilen geschah: Es entstand eine besondere Gemeinschaft junger Menschen. Bei strahlendem Sonnenschein und in der einladenden Atmosphäre des Tutzinger Schlosses bot die Tagung einen offenen Raum, in dem jede Meinung gehört und als wertvoller Teil des gemeinsamen Austauschs ernst genommen wurde.</p>
<p>Die Zeit zwischen den Programmpunkten wurde intensiv genutzt, um Kontakte zu knüpfen und sich über Schulformen und Hintergründe hinweg zu vernetzen. Diese belebende Umgebung förderte nicht nur die Erweiterung des Wissens, sondern auch das Vertrauen in den demokratischen Diskurs. Dieses Vertrauen, das zu Beginn der Tagung noch als abstrakte Frage im Raum stand, wurde hier durch das Erleben von gegenseitigem Zuhören und Verstehen wollen konkret greifbar.</p>
<p>Die Politikwerkstatt zeigte damit einmal mehr, was politische Bildung leisten kann: Sie schaffte Begegnungen und stärkte das Bewusstsein, dass Demokratie von Menschen lebt, die bereit sind, sich einzubringen und einander zuzuhören. Motiviert, empowert und neu vernetzt machten sich die rund 80 Tagungsgäste auf den Heimweg – gestärkt durch die Erfahrung, dass ihre Fragen und ihr Engagement einen festen Platz in der Gesellschaft haben.</p>


<p><strong>Aufmacherbild: </strong><br />
<em>Frisch gewählte Politiker:innen bei der Politikwerkstatt: hier mit dem Kooperationsteam aus Akademie und Bayerischer Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (Kilian Miethaner, Abuzar Erdogan, Daniela Groß, Philine Blees, Julia Wunderlich, Amelie Stutz)</em></p>
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