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Wasser Starnberger Seeinfo Icon© dgr / eat archiv

Newsletter Juli 2026

Die Seeterrasse ist ein idealer Ort, um seinen Blick auf den Horizont im Süden zu richten – auf die Alpenkulisse mit Zugspitze, Wetterstein und Karwendel. Man kann den Blick übers Wasser gleiten lassen – und auch mal in die Tiefe schauen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Starnberger See aktuell vergleichsweise wenig Wasser hat. Unterirdische Quellen und Regenwasser sind für den Wasserstand verantwortlich. Ich sehe, wie klar das Wasser ist. Und dass sich unter der Oberfläche eine vielgestaltige Struktur abzeichnet, Steine und Pflanzen, – ein ganzes Spektrum an Grün- und Blautönen.

Das Motiv enthält für mich auch eine Botschaft für die Arbeit der Akademie: hinschauen – wahrnehmen – einordnen. Vielleicht haben auch Sie Momente, in denen sich eine Beobachtung zu einem Erkenntnismoment verdichtet. Zu einer Einschätzung, einer Position, einem Urteil.

Es ist der Auftrag und der Anspruch dieser Denkwerkstatt, durch offenen Diskurs die eigene, qualifizierte Meinungsbildung möglich zu machen. Davon lebt unsere Demokratie. Sie hat nicht den unmündigen Untertan, sondern den Citoyen als Leitbild. Das bedeutet: Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen teilnehmen und es mitgestalten.

Unsere Akademie setzt auf Perspektivenvielfalt: interdisziplinär, interkulturell, international und ökumenisch. Wir treten ein für eine Gesellschaft, die von Vielfalt geprägt ist und für Respekt, Recht und Humanität einsteht. Wir versuchen, durch Kompromissbereitschaft Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. So dient die Akademie dem Gemeinwohl im Auftrag der Kirche und baut Brücken zwischen ihr und der Gesellschaft.

Diesem Anspruch gerecht zu werden ist bei knapper werdenden Ressourcen herausfordernd. Kluge Lösungen sind gefragt. Ein Prozess, der mich auch als Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Akademien in Deutschland e.V. zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen in 15 Akademien bundesweit beschäftigt.

Soeben ist unser Jahresprogramm für 2026/2027 erschienen. Es zeigt: Wir lassen mehr Raum für Aktualität und setzen verstärkt auf Vernetzung. Die Evangelische Akademie Tutzing und die Evangelische Stadtakademie München werden künftig enger zusammenarbeiten. Beide profitieren voneinander – in Köpfen, Formaten, Inhalten und Räumen. Evangelische Akademien möchten Menschen in jedem Alter Orientierung, Begegnung und Inspiration bieten und Kraftort sein.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen – in Tutzing, in München und bayernweit.

Pfr. Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Gastkolumne

Recht in ökologischen Krisenzeiten: Hoffnungsschimmer oder Illusion?

Wie kann das Recht als Motor der sozial-ökologischen Transformation funktionieren? Die Juristinnen Baro Gabbert und Dr. Ulrike Jürschik weisen in ihrem Artikel unter anderem auf drei zentrale Hebel hin.
Aus der Akademie

Das neue Jahresprogramm ist da!

Kurz vor der Sommerpause und rechtzeitig bevor im September der Tagungsbetrieb wieder losgeht, präsentieren wir unser Jahresprogramm für 2026/2027. Auch im 80. Jahr ihres Bestehens ist die Akademie interdisziplinäres Forum und Faktor für Zukunftsfragen.
Aus der Akademie

Freundeskreiszeichen für Brigitte Grande

„Ein leuchtendes Vorbild für die Zivilgesellschaft“ – so Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über die aus dem Amt verabschiedete Freundeskreisvorsitzende Brigitte Grande. In ihrer Laudatio ging die frühere Bundesjustizministerin auf die Macht der Tech-Konzerne und Kürzungsvorhaben der Bundesregierung bei der politischen Bildung ein.
Aus der Akademie

„Fußball ist für mich wie das Leben“

Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sprachen Felix Magath, Benedict Hollerbach, Freya Kister, Thomas Grethlein und Thomas Kistner über das „Spiel der Spiele“. Die Matinee spannte den Bogen von philosophischen Betrachtungen über die Verbindung zwischen Fußball und Politik bis hin zur knallharten Systemkritik.
Aus der Akademie

Vertrauen als offene Frage

In welchen Räumen kann Vertrauen entstehen? Dieser Frage ging im Februar 2026 die Tagung „Vertrau. Über die Unmöglichkeit, ohne Vertrauen zu handeln“ in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten auf den Grund.
Aus der Akademie

„Die Feldafing-Jungs“

Als Helene Munson das Kriegstagebuch ihres Vaters Hans Dunker nach seinem Tode liest, entdeckt sie Geheimnisse, die er ein Leben lang verborgen gehalten hat. Sie lassen ein verheerendes Trauma erkennen: Hans Dunker war einer von Hitlers Kindersoldaten. Tutzinger Salon am 7. Juli 2026
Aus der Akademie

Die Sucht

Im „Blickwechsel zwischen Literatur und Wissenschaft“ geht es am 21. Juli um das Thema Sucht. Zu Gast ist neben der Rezitatorin Barbara Greese der Psychiater, Psychotherapeut und Psychosomatiker Prof. Dr. Bert te Wildt.
Aus dem Freundeskreis

Abschied, Umbruch, Aufbruch

Was für ein Wochenende: Bei herrlichem Wetter und gut umsorgt vom Team der Akademie trafen wir uns vom 5. bis 7. Juni 2026 zu einem spannenden und emotional anrührenden Wochenende. Zwei verschiedene und doch verbundene Anlässe prägten diese Tage.